Berlin : Der CDU-Abgeordnete Wolf-Dieter Zupke schwadroniert von einer CDU-REP-Koalition

Das CDU-Abgeordnetenhausmitglied Wolf-Dieter Zupke aus Hohenschönhausen hält eine Zusammenarbeit seiner Partei mit den rechtsradikalen Republikanern nach den Abgeordnetenhauswahlen am Sonntag für denkbar. "Für mich wäre auch eine demokratische Partei rechts von der CDU ein möglicher Koalitionspartner", sagte Zupke in einem Interview mit der rechten Wochenzeitung "Junge Freiheit". Er könne sich "durchaus vorstellen, dass wir als CDU mit den Republikanern zusammengehen". Die CDU reagierte prompt: Gegen Zupke sei auf Grund des Interviews umgehend ein Parteiausschlussverfahren "in Gang gesetzt" worden, sagte der Berliner CDU-Generalsekretär Volker Liepelt gestern, der Zupke als "politischen Geisterfahrer" bezeichnete.

Der 56-jährige Zupke kandidiert am 10. Oktober erneut für das Abgeordnetenhaus. Die Republikaner hätten gute Chancen, ins Parlament einzuziehen, hatte Zupke weiter gesagt. Als CDU-Politiker wünsche er sich das zwar nicht. "Aber realistisch gesehen, können die Republikaner diese fünf Prozent schaffen."

Der Abgeordnete spreche nur für sich selbst, betonte CDU-Landessprecher Matthias Wambach. Er verwies auf den Grundsatzbeschluss der Bundespartei, nicht mit radikalen Parteien zusammenzuarbeiten. Das gelte auch für die Republikaner. Die Christdemokraten würden weder mit den Republikanern noch der PDS zusammenarbeiten, erklärte CDU-Fraktionschef Klaus Landowsky. Er gehe ohnehin davon aus, dass die Rechtsradikalen nicht in das Abgeordnetenhaus einziehen.

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