Berlin : Der Enkel von Charles Lindbergh landet in Schönefeld

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Auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) auf dem Flughafen Schönefeld wird heute Erik Lindbergh erwartet, Enkel des berühmten Atlantikfliegers Charles Lindbergh. Wie berichtet, hatte er unlängst auf der historischen Route St. Louis – New York – Paris die Atlantiküberquerung mit einer einmotorigen Lancair Columbia 300 in 17 Stunden bewältigt; sein Großvater hatte 1927 28 Stunden benötigt. Lindbergh startet voraussichtlich kurz nach 10 Uhr in Le Bourget und wird je nach Wetterverhältnissen gegen 13.15 Uhr in Schönefeld erwartet. Die Maschine wird zwischen Halle 7 und Display-Tower geparkt.

Schon sein Großvater war mehrfach in Berlin zu Gast, beim ersten Mal, am 22. Juli 1936, landete er mit seiner Maschine auf dem Militärflughafen Staaken. Besonders Reichsluftfahrtminister Hermann Göring hofierte den berühmten Flieger. Lindbergh war denn auch von der Luftwaffe wie überhaupt dem „Geist in Deutschland“ sehr beeindruckt, was sich bei späteren Besuchen in Nazi-Deutschland wiederholte und seine Berichte an die US-Behörden prägte. Er erlebte die Eröffnung der Olympischen Spiele 1936 mit, trug sich später sogar, mittlerweile Träger des von Hitler verliehenen Verdienstkreuzes „Deutscher Adler“, mit dem Gedanken, nach Berlin überzusiedeln. Die Judenverfolgungen verurteilte er, hielt sie aber für begrenzte Verfehlungen, die die Deutschen sicher bald eindämmen würden. Nach der Reichpogromnacht 1938 waren die Pläne für ein Haus in Wannsee allerdings hinfällig. ac

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