Berlin : Der Fall Landowsky: Der CDU-Landesfraktionschef über Eberhard Diepgen

Diesen Beitrag schrieb Klaus Landowsky im Januar f

"Hätte ich ihn erst viel später kennen gelernt, wären wir uns wahrscheinlich nicht so nahe gekommen. Aber damals waren wir beide nichts und konnten nicht damit rechnen, etwas zu werden. So entwickelte sich eine Beziehung ohne Misstrauen und Eigennutz. Diepgen ist nicht einfach zu nehmen. Und mit den Jahren ist er unzugänglicher, bindungsärmer geworden. Abwägender und weiser aber auch. Mit dem Alter wird man sowieso liberaler und toleranter. Diepgen ist ein Mensch mit einer calvinistischen, preußischen Grundhaltung: dienen, sich zurücknehmen, den Konsens suchen.

Mit den eigenen Leuten geht er übrigens kritischer um als mit dem politischen Gegner. Seine größte Lebensenttäuschung war es, am Tag des Mauerfalls nicht Regierender Bürgermeister gewesen zu sein. Diese bittere Erfahrung gab uns beiden die notwendige tiefe Demut zurück."

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