Berlin : Der Frühling lässt den Sommer vor Alles draußen: Berlin ist wie im Rausch

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Dicht belagerte Brunnen, proppenvolle Ausflugslokale und Straßencafés in der Innenstadt, Kampf um freie Oberdeck-Plätze auf den Schiffen und auf Liegewiesen, Grillpartys im Tiergarten und mutige Schwimmer in den sehr frischen Grunewalder Badeseen: Berlin ist im Rausch des ersten wirklichen „Sommerwochenendes“ in diesem Jahr. Dass der April eigentlich launig und meistens kühl ist – vergessen. Spätestens am Vormittag stellten gestern viele Berliner fest, dass sie selbst mit leichten Pullovern und Jacken noch viel zu warm angezogen waren. Der Morgen schien mit wenigen Graden über Null noch aprilgerecht, dann aber heizte bei blauem Himmel die Sonne ein, die Hüllen fielen mit steigenden Graden, bei Männern scheint die Zeit der kurzen Hosen gekommen. Sollte nicht ein völlig unerwartetes Zwischentief aufziehen, werden die Temperaturen heute erneut bis 25 Grad steigen, vermutlich höher als auf Mallorca. Und auch am Montag wird das fast schon vertraute Hoch „Peggy“ die Vorahnung eines Sommers geben, der vielleicht seinen weltmeisterlich sonnig-warmen Vorgänger noch in den Schatten stellt. Mit wirklich kühlen Temperaturen und einem drastischen Wetterumschwung wird in absehbarer Zeit jedenfalls nicht gerechnet, die Wetterexperten von MeteoXpress sehen zwar für Dienstag erste größere Wolken aufziehen und erwarten Höchsttemperaturen von „nur“ 22 Grad. Aber es bleibt wahrscheinlich trocken, was für die Wälder in Berlin und Brandenburg allerdings zunehmend zum Problem wird. Die Waldbrandgefahr ist, ungewöhnlich für die Jahreszeit, extrem hoch. Das ist die Schattenseite dieses sympathischen Sommerrauschs, der die Stadt in diesen Tagen so strahlen lässt.C. v. L.

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