Berlin : Der Fußballturm

Zur WM 2006 soll die Kugel wie ein Ball aussehen Wowereit unterstützt das Projekt der Telekom

André Görke

Der Berliner Fernsehturm wird während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 verkleidet. Die silberne Kugel in mehr als 200 Metern Höhe soll mit einer Plane umhüllt werden und somit einem klassischen Fußball ähneln. Der WM-Sprecher der Telekom, Matthias Schumann, sagte, der Fernsehturm habe „die größte Kugel Deutschlands“ und schreie danach, mit der Fußball-WM in Verbindung gebracht zu werden. „Es ist ein kaum zu übersehendes Wahrzeichen Berlins“.

Wenn die Kugel mit ihrem Durchmesser von knapp 30 Metern in der Nacht beleuchtet wird, soll der Anschein erweckt werden, ein riesiger Fußball schwebe über den Dächern der Stadt. Die Telekom zählt zu den offiziellen Sponsoren der Fußball-WM und zahlt dafür rund 45 Millionen Euro. Was die Verhüllung des Fernsehturms während der WM kostet, ist nicht bekannt.

Das Vorhaben wird vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit unterstützt. Die Verhüllung wäre „ein echter Hingucker“ und würde den Alexanderplatz zur WM aufwerten, sagte ein Senatssprecher. Wowereit hatte zuvor in einem Brief an das Bezirksamt Mitte die Bedeutung des Projekts hervorgehoben; die Behörde steht dem positiv gegenüber.

Damit entsteht im Berliner Zentrum ein weiteres prominentes WM-Symbol. Sponsor Adidas wird auf der großen Wiese vor dem Reichstag das Olympiastadion in kleinem Maßstab nachbauen und darin 8000 Fans Platz bieten, die sich auf einer Leinwand die Spiele anschauen können. Nur wenige Meter entfernt soll vor dem Brandenburger Tor der WM-Globus errichtet werden, der dort vor zwei Jahren schon einmal stand.

Das Bonner Unternehmen, das bereits vor einem Jahr die Idee äußerte, erwartet in den nächsten Tagen eine Baugenehmigung. Während der WM vom 9. Juni bis 9. Juli 2006 soll nach jetzigem Stand das Restaurant des Fernsehturms weiterhin nutzbar sein. Ob die Telekom auch den Funkturm zur WM schmücken wird, ist ungeklärt. Eine so runde Kugel wie der Fernsehturm hat er nicht.

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