Berlin : Der gesuchte Täter starb durch eine Polizeikugel

CD

Der gescheiterte Posträuber, dessen Leiche am Donnerstagabend auf einem Grundstück an der Machnower Straße in Zehlendorf gefunden wurde, ist offensichtlich von den ihn verfolgenden Polizisten erschossen worden. Das haben die bisherigen Ermittlungen der Justiz ergeben. Die Identität des Mannes war gestern noch nicht geklärt, doch "geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass es sich um den Räuber handelt", wie Justizsprecher Martin Steltner sagte. Der 20 bis 30 Jahre alte Mann mit auffälligem Vollbart starb nach ersten Untersuchungen an einem Lungen-Zwerchfell-Durchschuss. Zudem weist die Leiche zwei Schusswunden an Armen und Beinen auf. Gefunden wurde auch ein Rucksack, in dem eine Schusswaffe steckte.

Unklar blieb, warum der Tote trotz der Großfahndung am Mittwoch erst einen Tag später von Anwohnern entdeckt wurde. Die Leiche lag nur wenige Meter von dem Ort entfernt, an dem der Räuber seinen Wagen verlassen hatte. Laut Justizsprecher Steltner kam der untersuchende Arzt zum Schluss, dass der Mann "wahrscheinlich auch bei sofortiger Hilfe nicht zu retten" gewesen wäre.

Bei dem versuchten Überfall auf ein Postamt in Teltow hatte der maskierte Täter am Mittwoch, wie berichtet, keine Beute gemacht. Beim Türöffnen war er mit einem Kunden zusammengeprallt und nach einem kurzen Handgemenge geflohen. In einem gestohlenen Mercedes-Kleintransporter vom Typ "Vito" fuhr er nach Zehlendorf, wo es es zu einer Verfolgungsjagd mit einer Zivilstreife kam. Nach zwei Schüssen auf die Beamten und einem Unfall setzte der Räuber seine Flucht zu Fuß fort und schoss zwei weitere Male auf seine Verfolger. Die Kugeln durchschlugen die Windschutzscheibe des Streifenwagens. Die Beamten feuerten daraufhin zurück und gaben mehr als zehn Schüsse ab.

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