Berlin : Der gläserne Mensch

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Mit dem immensen Wissenszuwachs seit Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Medizin immer mehr zu einer Angelegenheit von Experten. Um die Volksbildung kümmerten sich dafür bald große GesundheitsSchauen . Anlässlich der Zweiten Internationalen Hygieneausstellung wurde 1930 in Dresden erstmals der „Gläserne Mensch“ ausgestellt, aus dem transparenten Kunststoff Cellan – und im Innerem, am korrekten Platz – Blutbahnen, Nerven und Organe. Im Hygienemuseum, wo heute noch die „Gläserne Frau“ innerhalb einer Ausstellung zu besichtigen ist, soll bei der ersten Präsentation eine geradezu andächtige Stimmung geherrscht haben. Ein Zeitzeuge berichtete: „Wenn dann der Raum vollkommen dunkel wurde, die inneren Organe, angefangen mit dem Herzen, nacheinander aufleuchteten, eine melodische Stimme von einer Grammophonplatte prägnante Erklärungen gab, waren die Besucher fasziniert von der ‚einsichtigen‘ Wiedergabe des menschlichen Körpers.“ Aber auch der Rest der Ausstellung ist sehenswert, mit historischen Röntgenapparaten beispielsweise und vielen Originalpräparaten.aml

Deutsches Hygiene-Museum, Lingnerplatz 1, Telefon (0351) 4846670.

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