Berlin : Der heißeste Tag im Kalten Krieg

Lo.

Vor 40 Jahren gehen diese Bilder um die Welt: Amerikanische und sowjetische Panzer stehen sich am Checkpoint Charlie gegenüber. Nur getrennt vom weißen Grenzstrich, der kurz zuvor quer über die Friedrichstraße gezogen worden war. Die Panzerkonfrontation war das heißeste Ereignis im Kalten Krieg: DDR-Grenzposten verlangten von Angehörigen der US-Mission beim Passieren die Ausweise, die Amis sahen ihre Bewegungsfreiheit beschränkt. Mit einer Demonstration der Stärke forderten sie die Sowjets heraus, aber weder Kennedy noch Chrustschow wollten eine kriegerische Auseinandersetzung. So zogen sich am 28. Oktober 1961 erst die sowjetischen T 54 und dann die US-Panzer zurück. Das "Bis hierhin und nicht weiter!" hatte gewirkt: Die Uniform der Amerikaner war ihr Grenz-Passierschein. Gestern erinnerte das Haus am Checkpoint an das Ereignis. Rainer Hildebrandt zitierte John F. Kennedy: "Wir verteidigen die Freiheit von New York, London und Paris, wenn wir uns jetzt für die Freiheit in Berlin einsetzen", und US-Botschaftsrat Schmierer aktualisierte diese Entschlossenheit: "Der neue Gegner steht nicht als Panzer vor uns, sondern er ist eingebettet in ein Netz des Terrors, dem wir gemeinsam begegnen."

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