DER HINDUTEMPEL IN DER HASENHEIDE : Zu Ehren von Ganesha

Geplant. Ein Modell des Tempels bei der Grundsteinlegung.
Geplant. Ein Modell des Tempels bei der Grundsteinlegung.Foto: Kai-Uwe Heinrich tsp

DIE BAGGER SIND DA



Zwei Jahre lang stand auf dem Baugelände an der Hasenheide alles still, denn dem Verein „Sri Ganesha Hindu Tempel“ fehlten Spenden für den Bau. „Wegen der Wirtschaftskrise sind einige Sponsoren abgesprungen“, sagt der Vizevorsitzende Vilwanathan Krishnamurthy. Nun wird zunächst, voraussichtlich bis zum kommenden Sommer, der vordere Gebäudeteil gebaut. „Damit hoffen wir weitere Spender zu begeistern“, sagt Krishnamurthy.



ZU WENIG SPENDEN

Bislang konnten gerade einmal genügend Spenden für den vorderen Gebäudeteil gesammelt werden, der 100 000 Euro kosten soll. Weitere 750 000 Euro werden für den Tempel benötigt. Entsprechend frustriert ist der Schatzmeister des Vereins. „Eine große Spendenaktivität ist nicht in Gang gekommen“, sagt Somashekar Reddy. „Aber wir schaffen das.“ Bislang wurde auch nur ein Viertel des Geldes in Deutschland gesammelt, der Rest kommt aus Indien.

HEIMAT FÜR HINDUS

Der Tempel soll eine religiöse Heimat für die etwa 6000 in Berlin lebenden Hindus sein. Da es im Hinduismus keine verbindlichen Gebetszeiten gibt, kommen die Gläubigen den ganzen Tag über, und es finden immer wieder religiöse Zeremonien statt. Etwa 400 Menschen sollen dort auf 800 Quadratmetern Platz finden. Damit wäre der Tempel nach dem in London der zweitgrößte in Europa. Zudem soll der neue Tempel Platz für Kulturveranstaltungen, Musik, Meditation, Gebete und Feste bieten.



QUELLE DES GLÜCKS

Der Tempel wird nach der indischen Gottheit Ganesha benannt, die als Quelle von Glück und Erfolg gilt. Nicht-Hindus sollen an den Angeboten im geplanten Tempel ebenfalls teilnehmen dürfen. „Jeder ist willkommen“, bekräftigt Krishnamurthy. Verboten seien im Gebäude nur Alkohol, Rauchen und Fleisch. Karin Schädler

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