Berlin : DER KÜNSTLER

Foto: Daniel Josefsohn
Foto: Daniel Josefsohn

Martin Mlecko,

61, ist ein Poet mit der Kamera, der vornehmlich in Serien arbeitet. Er haucht den Dingen Leben ein und öffnet den Raum allein durch die lakonische Darstellung. Aktuell hat er im Kerber-Verlag den Bildband „Les choses de la vie“ (224 S., 40 €, Präsentation am 20. 1.; 17 – 20 Uhr bei „Pavlov’s Dog“, Bergstr. 19 in Mitte) herausgebracht, eine Auswahl von 110 sehr privaten Aufnahmen aus einer über 500 Fotografien umfassenden Serie. Zu jedem Bild schreibt er hier eine mal längere, mal kürzere Erklärung, die jenes Paar Schnürschuhe oder dieses Bündel Spargel im Grubentuch aus dem Ruhrgebiet zu einer nostalgischen Erzählung weitet und den Objekten einen emotionalen Wert verleiht, an dem der Betrachter unmittelbar Anteil nimmt. Zugleich ist Mlecko ein Ermöglicher. Mit dem Kunsthistoriker Wolfgang Schöddert realisierte er Ausstellungen an unterschiedlichen Orten, aktuell betreiben sie in einer ehemaligen Pförtnerloge am Checkpoint Charlie den Ausstellungsort „Loge“. Mehr Informationen: www.mlecko.de. NK

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