Berlin : DER KÜNSTLER

Martin Dammann,

48, untersucht mit seinen Bildern malerisch den emotionalen Gehalt von

Fotografien. Häufig zeigen sie Soldaten- und Kriegsszenen, die, übertragen in die Vagheit des Aquarells, ein noch größeres Unbehagen auslösen. Dem in Friedrichshagen am Bodensee geborenen Künstler, der zunächst in Bremen und dann in Berlin studierte, geht es nicht um Vergangenheitsbewältigung, wie er sagt. Er will das Publikum zur Wahrnehmung der eigenen Befindlichkeit und deren Analyse animieren. Dieser Rezeptionsvorgang vollzieht sich bereits in seiner hier ausgewählten Fotografie, die für den Betrachter sofort Antisemitismus assoziiert. Seine Werke befinden sich in internationalen Sammlungen; in Berlin vertritt ihn die Galerie Barbara Thumm. NK

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