Berlin : DER KÜNSTLER

Andreas Mühe,

34, fotografiert nicht nur, er interpretiert und recherchiert zugleich.

Als Porträtist von Politikern fand der gebürtige Chemnitzer zu seinem Thema: Macht. 2009 begann er seine „Schreibtische“-Serie, für die er menschenleere Arbeitsräume einflussreicher Persönlichkeiten aufnahm. Ein Jahr später folgte die Werkgruppe

„Obersalzberg“. Darin sucht er die einer Landschaft eingeschriebene Geschichte

freizulegen. Die jüngst präsentierte„Deutschlandreise“ zeigt Angela Merkel, die Mühe zuvor schon mehrfach porträtiert hatte, in der Staatslimousine, stets von hinten, unterwegs in ihrem Land. Was zunächst fast keiner wusste: Diesmal war es nur ein Double der Kanzlerin – und damit die Hinterfragung der Macht, nicht zuletzt von Bildern.

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