Berlin : DER KÜNSTLER

Gerd Rohling,

67, ist fast Berliner Urgestein. Der gebürtige Krefelder studierte in den Siebzigern an der Hochschule der Künste bei Karl Horst Hödicke und wurde eine Zeit lang den Neuen Wilden um Rainer Fetting und Salomé zugerechnet. Längst hält er zur Malerei humorvoll Distanz, wie seine jüngste Serie „Immer im Bilde“ verrät: Rohling hat dafür Fotos hinter Backofenscheiben geklebt, auf denen er einen Besen als Malwerkzeug schwenkt. Durch die rundum real verstrichene Farbe scheint der Künstler hinter seinem eigenen Bild zu verschwinden. Heute ist der Humor sein wichtigstes

Instrument. Farbe liebt er weiterhin. „Rouge“ hieß seine letzte Ausstellung in Berlin. Auf die Frage, was Kunst in der Gesellschaft sei, lautet seine Antwort: „Schminke.“

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