Berlin : DER KÜNSTLER

Hans Scheib,

64, ist als Holzbildhauer eine Ausnahmeerscheinung. Noch bevor Baselitz & Co. sich dieser Form erinnerten, schuf er mit Kettensäge und Meißel seine Figuren, die häufig von menschlichen Sehnsüchten, Ängsten erzählen. Trotz aller Tragik wirken sie heiter, denn zu ihrer Erscheinung gehört eine kräftige farbige Fassung; viele tragen Rot. Der Potsdamer hat in Dresden studiert, zog in den 70ern nach Berlin und wechselte Mitte der 80er von Ost nach West. Seiner Bildsprache blieb Scheib treu, nur konnte er fortan auch in Bronze gießen.

Die Galerie Brockstedt zeigt bis 25. 1. seine Arbeiten (Mommsenstr. 59).

Im Kerber-Verlag ist gerade sein Buch „Spiel, Symbol und Fest“ erschienen.NK

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