Berlin : DER KÜNSTLER

Bjørn Melhus,

48, schlägt das Medium Film, das Fernsehen, mit

seinen eigenen Waffen. Er bedient sich dessen beliebtester Figuren, fragmentiert es und baut die Elemente wieder neu zusammen,

um Schwächen, Stärken, Faszinationsmechanismen vorzuführen.

In seinen Installationen, medialen tableaux vivants, tritt Melhus stets selbst als Protagonist auf. In „Liberty Park“ untersucht er durchaus humorvoll, wie sich öffentlicher und privater Raum abspalten.

Im dunklen Raum zeigen sich seine digitalen Avatare dem Besucher als Vater, Mutter, Tochter und Sohn. Auch im realen Leben bedient

der Deutsch-Norweger, der seit 1987 in Berlin lebt, multiple Funktionen. Seit zehn Jahren lehrt er an der Kunsthochschule Kassel und ist nun an der Universität der Künste

als Nachfolger der Video-Professur von Maria Vedder und Heinz Emigholz im Gespräch. NK

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