Berlin : Der lange Weg zur Schließung

1994: Die Berliner Flughafenholding verkündet, sie wolle den Flughafen Tempelhof zum 31. Mai 1997 schließen.

1995: Lufthansa verlegt alle Berlin-Flüge von Tempelhof nach Tegel. Tempelhof verliert 40 Prozent seiner Passagiere.

1996: Berlin, Brandenburg und der Bund einigen sich auf Schönefeld als Standort für den neuen Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg International (BBI). Tempelhof soll schließen, wenn die Baugenehmigung für den BBI rechtskräftig ist. Der Flughafen Tegel soll aufgegeben werden, wenn der neue Airport öffnet.

1999: Die Berliner CDU kündigt den sogenannten Konsensbeschluss auf. Sie will Tempelhof für Geschäfts- und Privatflieger offen halten.

2001: Die neue Senatskoalition aus SPD und Linke vereinbaren, den Verlustbringer Tempelhof schnell zu schließen.

2004: Der Senat verfügt Schließung zum Ende des Jahres, scheitert aber vor dem Verwaltungsgericht am Einspruch der verbleibenen Tempelhofer Fluggesellschaften.

2006: Das Bundesverwaltungsgericht genehmigt den Bau des neuen Hauptstadtflughafen. Anschließend verfügt die Berliner Luftfahrtbehörde, Tempelhof zum 31. Oktober 2007 zu schließen. Dagegen wird wiederum von Unternehmen bei der EU-Kommmision Beschwerde eingelegt.

Dezember 2006: Das Berliner Oberverwaltungsgericht schlägt vor, die Schließung Tempelhofs auf Oktober 2008 zu verschieben. Dem Kompromissvorschlag folgt wenig später der Senat.

Oktober 2007: Beginn des Volksbegehrens gegen die Schließung.

Dezember 2007: Tempelhof darf zum 31. Oktober 2008 geschlossen werden, entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in letzter Instanz. Tsp

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