Berlin : Der Lenker wurde 50

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Überschwengliche Feierei ist nicht die Art der Berliner SPD. „Happy Birthday“ stand auf einer großen, blauen, nackten Stelltafel im Willy-Brandt-Haus. Der Glückwunsch galt Peter Strieder zum 50. Geburtstag. Mit einem kleinen Empfang bei einem Glas Wein und Brezeln ehrte die Partei ihren Landesvorsitzenden und Bausenator. Franz Müntefering schaute vorbei, und auch die PDS-Spitzen Gregor Gysi, Thomas Flierl, Harald Wolf und Stefan Liebich, FDP-Fraktionschef Martin Lindner und die Grünen Till Heyer-Stuffer und Volker Ratzmann gratulierten blumenreich. Nur die CDU sagte ab. Die Grünen verehrten Strieder einen Spruch unter Glas: „Schuld abladen verboten.“ Die Anspielung auf SPD-interne Rangeleien, passte zum Tenor der Laudatios von Bundesministerin Christine Bergmann und Klaus Wowereit. Sie bekundeten warmherzig, wie sehr Strieder gebraucht werde; am 16. Juni steht seine Wiederwahl als Parteichef an. Der Regierende dankte ihm für die konkurrenzlose Zusammenarbeit. Das Geburtstagskind strahlte: „Strieder wird nicht älter, sondern fitter.“ Die Berliner SPD „macht nicht nur Freude“, sie sei aber nicht für sich selbst da, sondern für die Berliner. Und: „Ich eigne mich nicht zum Moderator. Ich mache das gerne noch ein paar Jahre, Euch zu führen und mit Euch zu streiten.“ Doch an diesem Tag trieb ihn nur eine Frage um: „Wohin mit den Blumen?“ gru / Foto: Mike Wolff

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