Berlin : Der letzten S-Bahn folgten die ersten Bauarbeiter

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Kaum hatte am Sonnabend früh die letzte planmäßige S-Bahn um 3.51 Uhr den Lehrter Stadtbahnhof Richtung Spandau verlassen, waren schon die Bauarbeiter da, um die Gleise herauszureißen. Bis zum 4. Juli fahren nun zwischen Friedrichstraße und Zoo keine S-Bahnen mehr. In dieser Zeit werden ihre Gleise so gelegt, dass die S-Bahn dann durch die neue Halle im Lehrter Bahnhof fahren kann und dort auch halten wird.

Die Generalprobe hat – mit geringfügigen Verspätungen – geklappt. Obwohl die Innenstadt weitgehend vom S-Bahn-Netz abgekoppelt ist, blieb das befürchtete Chaos am ersten Tag der Sperrung aus. Unterbrochen ist nicht nur der Verkehr auf der Stadtbahn, sondern seit 16. Juni auch der Betrieb im Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn zwischen Yorckstraße und Nordbahnhof.

In den Bahnhöfen Friedrichstraße und Zoo müssen die Fahrgäste nun bis zum 4. Juli die S-Bahnen verlassen und mit Regional- oder Sonderzügen weiterfahren. Tiergarten, Bellevue und Lehrter Stadtbahnhof erreicht man jetzt nur mit dem Bus – immer dem Hinweis „SEV“ nach. Oder man fragt einen Mitarbeiter der S-Bahn nach dem richtigen Weg. Die Helfer hatten am ersten Tag viel zu erklären.

Während sich die Leute im Bahnhof Zoo drängten, herrschte im Bahnhof Friedrichstraße gähnende Leere. In vielen Geschäften standen am Morgen nur die Angestellten. In drei Himmelsrichtungen ist der Bahnhof nun von der S-Bahn – und deren Fahrgästen – abgeschnitten. Viele Berliner scheinen sich darauf bereits eingestellt zu haben. Sie nutzten den vor einer Woche geschlossenen Ring der S-Bahn, um das Zentrum zu umfahren, sagte Bahnsprecher Andreas Fuhrmann.

Vom Zoo zum Alexanderplatz gelangt man direkt auch mit der U-Bahn–Linie U 2. Hinweise dazu gibt es aber kaum. Freie Plätze hätte es gegeben. kt

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