Berlin : Der Mauerbau: Vor 40 Jahren wurde die Mauer gebaut

Susanna Nieder

Früher war Deutschland in zwei Hälften geteilt. Im Osten lag die Deutsche Demokratische Republik, kurz DDR genannt, im Westen die Bundesrepublik Deutschland, kurz BRD - so, wie heute ganz Deutschland heißt. Berlin lag zwar mitten in der DDR, aber die eine Hälfte der Stadt hieß West-Berlin und gehörte zur BRD.

Anfangs konnten die Menschen noch zwischen Osten und Westen hin- und herreisen. Aber die meisten fühlten sich im Westen wohler, weil es dort größere Eisbecher, schickere Kleider und schnellere Autos gab. Und weil sie dort ihre Meinung sagen durften, ohne bestraft zu werden. Darum gingen immer mehr Menschen in den Westen. Vor 40 Jahren wurde es so schlimm, dass täglich bis zu 2000 Menschen über die Grenze flohen.

Irgendwann wollte die Regierung der DDR nicht mehr zusehen, wie ihr Land immer leerer wurde. Am 13. August 1961 baute sie eine Mauer, die um ganz West-Berlin herumführte. Eine andere Mauer trennte die DDR von der BRD. Manche Leute schlüpften in letzter Minute noch durch eine Lücke. Es war schrecklich. Familien und Freunde standen zu beiden Seiten der Mauer und winkten sich weinend zu. Ab jetzt durfte fast niemand mehr aus der DDR in den Westen reisen, und die Menschen aus dem Westen mussten viele Formulare ausfüllen, wenn sie Verwandete und Freunde im Osten besuchen wollten. 28 Jahre ging das so, bis 1989 die Mauer fiel und Deutschland wieder ein Land, Berlin wieder eine Stadt wurde.

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