• Der Medienkonzern will mit dem rekonstruierten Gebäude eine "Berliner Visitenkarte und erste Adresse" schaffen

Berlin : Der Medienkonzern will mit dem rekonstruierten Gebäude eine "Berliner Visitenkarte und erste Adresse" schaffen

C. v. L.

Die Bertelsmann AG wird das Kommandantenhaus Unter den Linden wieder aufbauen. Das hat der Senat gestern beschlossen, nachdem sich ein Auswahlgremium unter Leitung von Verkehrs- und Bausenator Jürgen Klemann bei zuletzt drei in die engere Wahl gekommenen Bewerbern für den Medienkonzern ausgesprochen hatte.

Das Kommandantenhaus auf dem Gelände des ehemaligen DDR-Außenministeriums war im Krieg zerstört und später abgerissen worden. Bertelsmann will mit dem rekonstruierten Gebäude neben dem Kronprinzenpalais eine "Berliner Visitenkarte und erste Adresse" schaffen, öffentlich zugängliche Flächen im Erdgeschoss einrichten und mit Vorstandsbüros und Repräsentanzen seiner Stiftung in die oberen Etagen ziehen. Insgesamt sollen einschließlich des Grundstückskaufs (das Gelände gehört dem Bund und dem Land) 30 bis 40 Millionen Mark investiert werden. 2002 wird mit der Fertigstellung gerechnet.

Das Bertelsmann-Angebot habe den kulturellen und städtebaulichen Erwartungen Berlins und des Bundes für diesen repräsentativen Standort am deutlichsten entsprochen, stellte das Auswahlgremium fest. Es sprach von herausragender Nutzung und hervorragender innerer Gebäudegestaltung. Man habe keinen Investor ausgewählt, "der die Kommandantur als reines Anlageobjekt sieht". Dem Gremium gehörten auch Vertreter des Bundesfinanzministeriums, der Senatsverwaltungen für Finanzen und Stadtentwicklung sowie des Bezirks Mitte an.

Die Haupträumlichkeiten im Erdgeschoss sollen allen Berlinern und Besuchern offenstehen, Bertelsmann plant eine Multimedia-Ausstellung über die Geschichte des Hauses und die Straße Unter den Linden. Dazu kommt ein attraktiver Gastronomie-Bereich im Souterrain.

Im oberen Bereich plant die Bertelsmann-Stiftung in ihrem Alt-Neubau hochkarätige Veranstaltungen mit führenden Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien, auch kulturelle Ereignisse. Darüber hinaus solle es Veranstaltungen für ein breites Publikum geben.

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