Berlin : Der Müll stinkt zum Himmel

Tipps für eine müffelfreie Abfalltonne. Hitze machte der BSR keine Probleme

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Jeden Sommer das gleiche stinkende Problem: Nach zwei gemütlichen Grillabenden ist die Mülltonne fast voll. Und müffelt übel. Denn die Sonne nimmt keine Rücksicht auf menschliche Empfindlichkeiten und knallt auf die schwarzen Plastiktonnen. Die Folge: Feuchter Unrat beginnt zu „schwitzen“, die Gärung wird beschleunigt, es stinkt. Gerade in den Berliner Vorstädten wird das zum naserümpfenden Ärgernis, da dort die Tonne meist nur alle zwei Wochen geleert wird.

Dabei können der Gang zum Mistkübel und dessen Öffnung mit ein paar Tricks müffelfrei bleiben. „Die Tonne sollte nicht direkt in der Sonne stehen“, erläutert Sabine Thümler von der Berliner Stadtreinigung (BSR). Zudem solle man verhindern, dass sich zu viel Feuchtigkeit sammelt. „Den Biomüll in Zeitungspapier oder Küchenkrepp einwickeln, das saugt die Flüssigkeit auf“, rät Thümler. Oder die ganze Tonne damit auslegen und nach der Leerung ausspülen. Der Erfolgsnachweis kommt von der Müllexpertin selbst: Thümler wohne in einem Berliner Randgebiet, wende die Tricks an und ihre Tonne stinke nicht. Und selbst wenn sie müffeln sollte: „Müll stinkt im Sommer nun mal, das ist normal“, meint sie. Hungrige Wildschweine werden von dem beißenden Geruch aus den Tonnen nicht angelockt – Probleme mit den Tieren sind der BSR bislang nicht bekannt.

3500 Müllmänner und Straßenreiniger sind täglich in Berlin unterwegs – auch bei den hohen Temperaturen der vorigen Wochen. Die Hitze machte die Arbeit der Männer schwerer, aber Klagen hat Unternehmenssprecherin Thümler keine gehört. Für die Mitarbeiter gibt es kühlen Tee und die Hinweise, viel zu trinken und sich nicht zu überanstrengen. Um der heißesten Tageszeit zu entgehen, werden bereits ab 6 Uhr die Abfalltonnen geleert – was so mancher Berliner dieser Tage bemerkt haben dürfte, der vom Poltern auf seinem Hof zur Unzeit geweckt wurde. Vorher darf die Stadtreinigung nicht arbeiten, und nach 22 Uhr muss Ruhe herrschen. Christoph Spangenberg

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