Berlin : Der Organspendeaktivist

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Name

Gerald Uhlig, 52, und seine Frau Mara, 36

Beruf

Inhaber Café Einstein Unter den Linden

Alltag

Auf dem Mittelstreifen des Lindenboulevards, gegenüber der Nummer 42, hängen nun pinkfarbene Säcke in einem Baum. Das sollen Nieren sein. Besser: Das ist politische Kunst, die darauf aufmerksam machen soll, dass man als Nierenpatient bis zu neun Jahre auf ein Spenderorgan warten muss. Gerald Uhlig hat sich diese Aktion ausgedacht, vor einem halben Jahr, da lag er in der Klinik, mit einer neuen Niere im Bauch. Die eigene Frau hatte ihm eine spenden können, ein „Riesenglück“, sagt Uhlig. Aber es geht den wenigsten so gut. Es fehlt im Land an Organen, 20 000 Menschen warten, was auch daran liegt, dass Spender sich erst offiziell gemeldet haben müssen, bevor im Todesfall Organe entnommen werden dürfen. Und so will Uhlig dafür werben, ein Gesetz zu diskutieren, das vorsieht, dass jeder Mensch automatisch Spender ist und erst bei Widerspruch nicht so eingestuft wird. Wer gerne Organspender sein möchte, kann sich übrigens bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.organspende-kampagne.de informieren. Foto: Wolff/Text: rcf

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