Berlin : Der Osten blüht auf

In Marzahn wird morgen der Orientalische Garten eröffnet

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Im Paradies wurde gestern noch letzte Hand angelegt. Morgen Vormittag will es die Bürgermeisterin von Berlin, Karin Schubert, eröffnen. Das Paradies liegt im Ostteil der Stadt, genauer gesagt im Erholungspark Marzahn. Dort öffnet sich morgen erstmals das geheimnisvoll anmutende Eingangstor BabalJanan aus Zedernholz zum Orientalischen Garten. Bislang blieb neugierigen Parkbesuchern jegliche Einsicht verwehrt – ist das 1800 Quadratmeter große Gartenareal doch nach arabischem Vorbild als so genannter „Riyad“ – als Gartenhof angelegt. Jasmin, Rosen, Orangen und Zitronen sollen hinter seinen vier Meter hohen Mauern blühen und Wasserspiele ihre Fontänen in den Himmel sprudeln. Schattige Arkaden, deren Wände und Säulen marokkanische Kunsthandwerker mit Ornamenten verzierten, geschnitzte Holzdecken und ein Pavillon, in dem eine Quelle verborgen ist, gestalten den Garten zu einer Oase, die den Besucher in den glückseligen Zustand vollkommener Zufriedenheit und Entspannung versetzen soll.

Kamel Louafi, ein seit 20 Jahren in Kreuzberg lebender Landschaftsarchitekt aus Algerien, entwickelte gemeinsam mit dem Gartenhistoriker Mohammed El Faiz aus Marrakesch dieses vierte Projekt der „Gärten der Welt“. Seit Herbst 2000 entstehen diese auf dem Gelände des 21 Hektar großen Erholungsparks Marzahn. Der wurde zum 750.Stadtjubiläum am 9. Mai 1987 als „Berliner Gartenschau“ auf ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen eröffnet – als Geschenk der Gärtner an die damalige Hauptstadt der DDR.

Heute ist das seit 1991 Erholungspark Marzahn genannte grüne Areal in der Eisenacher Straße ein überregional bekanntes Ziel für Gartenenthusiasten. Gelockt werden sie von den „Gärten der Welt“ – kann man doch in Marzahn durch die Gartenwelt von China, Bali, Japan und ab morgen auch des Orients lustwandeln und in ihr das finden, wofür Gärten ein Sinnbild sind: Frieden und Glück.

Die morgige Eröffnung soll dabei nicht die letzte der „Gärten der Welt“ in diesem Jahr sein. Wenn alles klappt, kann man ab September erfahren, wie man in Korea grünen Freuden frönt. 2006 kann man sich dann sogar in Marzahn verirren – in einem englischen Labyrinthgarten. Und noch ein Jahr später soll ein italienischer Renaissancegarten nach Marzahn locken –so werden die versprochenen blühenden Landschaften wahr. hema

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