Berlin : Der Pankower Bürgerpark hat sein Café Rosenstein wieder

Frierende Spaziergänger haben jetzt im Pankower Bürgerpark wieder eine Anlaufstelle: An diesem Wochenende lässt Betreiber Maik Kopischke erstmals Gäste in den neuen Pavillon des Cafés Rosenstein. Im Ambiente eines Wiener Kaffeehauses können die Gäste wieder Heißgetränke und Kuchen genießen.

Damit ist der Wiederaufbau des Cafés mit langer Tradition abgeschlossen. Ein Anschlag kurz vor Ostern im vergangenen Jahr hatte von der Gaststätte kaum etwas übrig gelassen. Damals hatten bis heute unbekannte Täter mit Brandbeschleunigern Feuer gelegt. Das denkmalgeschützte Hauptgebäude aus dem 19. Jahrhundert und zwei für die kommunistischen Weltfestspiele 1973 erbaute Pavillons brannten nieder. Ein antisemitischer Hintergrund ist aufgrund des jüdisch klingenden Namens des Cafés nicht ausgeschlossen. „Dabei geht der Name lediglich auf den historischen Rosengarten nebenan zurück“, sagt Kopischke.

Der Pächter und das Bezirksamt Pankow als Eigentümer haben sich für den Wiederaufbau mächtig ins Zeug gelegt. Rund 150 000 Euro seien insgesamt investiert worden, sagt Kopischke. Jetzt steht den Parkbesuchern wieder ein komplettes Ensemble für die Rast zur Verfügung. Der Hauptbau ist bereits seit einem halben Jahr komplett wieder aufgebaut. In den vergangenen Monaten schon konnten die Gäste dort Kaffee, Eisbecher und Bier abholen und sich im Biergarten mit 500 Plätzen niederlassen. Davor schenkten Kopischke und seine Mitarbeiter die Getränke zwischenzeitlich in einem Campingwagen aus.

Sommerbetrieb gibt es also schon seit langem wieder, aber erst jetzt ist das Lokal so winterfest wie von vielen Pankowern gewünscht. Ein gläserner Neubau ersetzt nun die Pavillons aus DDR-Zeiten. „Es ist schöner als vorher“, sagt Kopischke. Platz gibt es jetzt für 60 Gäste – fast doppelt so viele wie früher. Ab diesem Sonnabend können sie an dunklen Kirschholztischen sitzen, Zeitung lesen und Tortenstücke genießen. wek

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