• Der Paritätische Wohlfahrtsverband will Abschläge akzeptieren, erwartet von den Krankenkassen aber unbürokratisches Entgegenkommen

Berlin : Der Paritätische Wohlfahrtsverband will Abschläge akzeptieren, erwartet von den Krankenkassen aber unbürokratisches Entgegenkommen

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Der Paritätische Wohlfahrtsverband will Honorarabschläge für häusliche Krankenpflege akzeptieren, um Pflege-Marktanteile zu sichern und auszubauen. "Wir können die schwierige Finanzlage der Kassen nicht ausblenden und wollen agieren, bevor andere Pflegedienste mit den Kassen Dumpingpreise vereinbaren", sagte der Geschäftsführer des Wohlfahrtsverbands, Oswald Menninger. Als Gegenleistung erwarte er von Kassen statt "bürokratischer" Einzelfall-Kostenübernahme künftig pauschale Geldzusagen für längere Zeiträume sowie mehr "Qualitätsmanagement".

Von den rund 350 Berliner Pflegediensten, die sich um rund 60 000 Patienten kümmern, gehören gut 40 zum Paritätischen Wohlfahrtsverband. Bislang galten gleiche Honorare für alle, im Sommer durchbrachen jedoch die Betriebskrankenkassen diese Praxis und schlossen mit zwei Dutzend Pflegediensten einen Exklusivvertrag mit 20 Prozent geringeren Honoraren ab. Die Pflegelobby protestierte gegen "unverantwortliches Sparen auf Kosten von Patienten und ohnehin gering bezahlter Pflegekräfte".

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