Der RBB : Radio und Fernsehen für sechs Millionen Menschen

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In seinem jetzigen Format besteht der Rundfunk Berlin- Brandenburg (RBB) seit dem 1. Mai 2003. Er ging hervor aus dem Sender Freies Berlin (SFB) und dem Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB). Heute hat der öffentlich-rechtliche Sender, der Programm für die 3,5 Millionen Berliner und 2,5 Millionen Brandenburger macht, das drittkleinste Budget der neun ARD-Anstalten, kleiner sind nur der Saarländische Rundfunk und Radio Bremen.

STRUKTUR

Die Funkhäuser des RBB befinden sich in Berlin und Potsdam, darüber hinaus betreibt der Sender Studios in Cottbus, Frankfurt an der Oder und Regionalbüros in Perleberg und Prenzlau. Am gemeinsamen Auslandskorrespondentennetz der ARD ist der RBB mit Korrespondenten in London, Mexiko-Stadt und Peking beteiligt.

GREMIEN

Das wichtigste Aufsichtsorgan des RBB ist der Rundfunkrat, der die Interessen der Allgemeinheit vertritt, die Einhaltung der Programmgrundsätze überwacht und die Intendantin in allgemeinen Programmangelegenheiten berät. Er setzt sich aus 30 Mitgliedern zusammen: 23 von gesellschaftlichen Gruppen entsandte und sieben Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, von denen drei der Landtag von Brandenburg benennt und vier das Berliner Abgeordnetenhaus.

Geleitet wird die Sendeanstalt von einem vom Rundfunkrat für fünf Jahre gewählten Intendanten. Momentan ist dies Dagmar Reim, die zur Zeit für eine dritte Amtszeit kandidiert. Darunter gliedert sich der Sender in eine multimediale Programmdirektion, eine Verwaltungsdirektion, eine Produktions- und Betriebsdirektion sowie eine Direktion Recht und Unternehmensentwicklung.

Ein zweites Kontrollgremium des RBB ist der überwiegend mit ökonomischen Befugnissen ausgestattete Verwaltungsrat. Er hat acht Mitglieder, von denen der Rundfunkrat sieben und der Personalrat einen wählt.

MITARBEITER

Insgesamt beschäftigt der RBB 1634 fest angestellte Mitarbeiter, 1070 in Berlin, 510 in Potsdam, 32 in Cottbus und 22 in Frankfurt an der Oder.

PROGRAMM

Der RBB beteiligt sich an den Satellitenprogrammen 3sat, Arte, KI.KA, Phoenix und ARD Digital. Außerdem steuert der Sender zum ARD-Gemeinschaftsprogramm Sendungen wie „Kontraste“, ehemals „Krömer“,

„Satiregipfel“, „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ bei. Auch gibt es regelmäßige Sendungen in

niedersorbischer Sprache. Ein

getrenntes Programm für Berliner und Brandenburger Zuschauer findet bis auf „rbb aktuell“ und „Abendschau“ nicht mehr statt. Die Regionalmagazine sind es auch, die die meisten Zuschauer binden. Überhaupt ist das Vorabendprogramm mit Sendungen wie „zibb“ oder dem Kriminalreport „Täter, Opfer, Polizei“ am populärsten. Neben dem Fernsehen veranstaltet der RBB auch die Hörfunkwellen radioBerlin 88,8, Antenne Brandenburg, Fritz, Inforadio, Radioeins und Kulturradio.

FINANZEN

2010 betrugen die Erträge aus den Teilnehmergebühren 356 Millionen Euro, insgesamt standen dem RBB 411 Millionen Euro zur Verfügung. Für 2011 liegt der Gebührenabschluss noch nicht vor, prognostiziert wurden Gebühren unter dem Niveau von 2010. Für 2012 plant der Sender mit 352,3 Millionen Euro. Katrin Schulze

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