Berlin : Der Regisseur feierte Premiere – auch ohne Helge

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Die Frage, ob er kommt oder nicht, wurde bereits im Vorfeld beantwortet: Es sollte eine Filmpremiere ohne den Hauptdarsteller werden, wie die Organisatoren der Feierlichkeiten zur „großen Hauptstadtpremiere“ von „Mein Führer“ im Delphi zugeben mussten. Helge Schneider, der Adolf Hitler in der neuen Komödie von Dani Levy spielt, ließ sich zwar bei der „Weltpremiere“ in Essen blicken. Aber zur Premiere in Levys Heimatstadt mochte er doch nicht kommen.

Schneiders Auftritt in Essen – wo der Film laut dpa „Heiterkeit“ erregte –, war indes verwunderlicher als sein Fehlen in Berlin. Bereits vor rund zwei Wochen hatte der Entertainer, der kürzlich seine auf über ein Jahr angesetzte Tournee „I brake together“ startete, im Schweizer „Sontagsblick“ sein Missfallen über den finalen Schnitt des Streifens kundgetan. Der Film gefalle ihm nicht mehr, er wolle „von dem Hitler-Quatsch nix mehr hören“, zitierte ihn das Blatt. Außerdem, so sagte er, wolle er nicht mehr für den Film Reklame laufen.

Gestern Abend schwärmte Regisseur Dani Levi aber davon, wie gut seinem Hauptdarsteller in Essen der Film dann doch noch gefallen habe. In Berlin musste er auf ihn dennoch verzichten, und auch Ulrich Mühe , der die Rolle von Hitlers fiktivem Schauspiellehrer Adolf Grünbaum übernommen hatte und schon Essen fernblieb, konnte nicht kommen – aus privaten Gründen. Katja Riemann (Eva Braun) hingegen war durch Theaterproben entschuldigt. So blieben immerhin Ulrich Noethen (Heinrich Himmler) und Sylvester Groth (Joseph Goebbels). mho

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