Berlin : Der Sessel zum Kleid

Modedesigner entwerfen Kleidung und – Sessel, Sofas, Kissen und Lampen. Denn immer mehr Modeschöpfer entdecken das Thema Einrichten für sich. Ob Luxuslabel oder Massenanbieter: Für die Firmen ist es offenbar ein lohnendes Zusatzgeschäft. Und die Kunden können nicht nur die Entwürfe ihrer Lieblingsmarke tragen, sondern auch darauf sitzen, daran essen oder darin schlafen.

„Angefangen haben erste Marken bereits vor zehn Jahren“, sagt Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Begonnen habe es damit, dass sich Modemarken erstmals in den Bereich der Heimtextilien wagten. Mit den Jahren erweiterten viele ihr Programm. Heute bieten sie dem Verbraucher ganze Wohnwelten an. Hat sich eine Marke erst einmal etabliert, lässt sich ihr Name vergleichsweise problemlos auch auf andere Bereiche erweitern, erläutert Kristin Große-Bölting. „Beide Branchen arbeiten trendbezogen und sind sich damit recht ähnlich“, so die Geschäftsführerin der Forschungsstelle für allgemeine und textile Marktwirtschaft an der Universität Münster. Die Tendenz, dass Modedesigner auch Wohnräume gestalten, ist nicht nur bei Luxuslabels wie Versace, Armani oder Joop zu beobachten. Auch Marken wie Esprit oder S. Oliver entwickeln mittlerweile Wohnideen. Die schwedische Modekette Hennes & Mauritz plant ebenfalls, mit einer sogenannten Home Collection auf den Markt zu gehen. dpa

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