Berlin : Der Supermarkt-Täter zeigte sich mit Waffen im Internet

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Gemeingefährlich. Der mutmaßliche Mörder aus dem Supermarkt präsentierte sich vor der Tat martialisch. Screenshot: Tsp
Gemeingefährlich. Der mutmaßliche Mörder aus dem Supermarkt präsentierte sich vor der Tat martialisch. Screenshot: Tsp

Im Internet präsentiert er sich in schwarzem Mantel mit Sonnenbrille im Gothic-Style – dazu hält er ein Messer und eine Pistole in den Händen. Wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und Diebstahls hat die Polizei bereits gegen Valentin W. ermittelt. Doch dass er psychisch krank ist, war damals offenbar noch nicht bekannt. „Wenn jemand nicht auffällig wird, kommt er auch nicht in die Geschlossene“, bringt es ein Ermittler auf den Punkt.

Jetzt soll der 30-Jährige in einer Psychiatrie untergebracht werden: Denn Valtentin W., der aus Kirgisien stammt, ist beschuldigt, am Dienstag im „Kaufland“-Supermarkt unvermittelt einen 82-Jährigen erstochen zu haben.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft steht nun fest, dass sich der 30-Jährige und der Rentner nicht kannten. Das Motiv der Tat sei in der psychischen Erkrankung des Mannes zu vermuten, hieß es bei der Staatsanwaltschaft. Eine genaue Diagnose müsse ein Gutachter stellen.

Zeugen hatten berichtet, dass der 30-Jährige den Rentner an der Wursttheke gegen 17.30 Uhr völlig unvermittelt von hinten mit dem Messer attackiert hat. Das Messer hatte er sich zuvor in dem Supermarkt beschafft. Angestellten und Kunden stürzten sich auf den Angreifer und überwältigten ihn. Ein Ladendetektiv rief zwei Zivilbeamte hinzu, die im vorderen Bereich des Supermarktes waren, weil dort kurz zuvor ein Mann aus gesundheitlichen Gründen tot zusammengebrochen war. Die Polizisten nahmen Valentin W. fest. Für den 82-Jährigen kam jede Hilfe zu spät: Er erlag seinen schweren Verletzungen noch im Supermarkt. Der Rentner soll in der Nähe gelebt haben.

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