Berlin : Der Tagesspiegel

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Gedenken an Erschießungen

Charlottenburg. Auf dem ehemaligen Wehrmachtsgelände am Murellenberg neben der Waldbühne erinnern nun „Denkzeichen“ der argentinischen Künstlerin Patricia Pisani an die dortigen Erschießungen von mehr als 230 Menschen im Zweiten Weltkrieg. Betroffen waren vor allem Soldaten, denen Fahnenflucht oder „Wehrkraftzersetzung“ vorgeworfen wurde.

Das Kunstwerk besteht aus 120 Verkehrsspiegeln entlang eines Waldwegs, von denen 16 mit Informationstexten versehen sind. An der Eröffnung heute um 11.30 Uhr nehmen Stadtentwicklungssenator Peter Strieder, Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen, der Historiker Peter Steinmann sowie Ludwig Baumann von der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz und Pfarrer Manfred Engelbrecht von der Kreissynode teil. Für Sonnabend, den 11. Mai um 14 Uhr lädt Sozialstadträtin Martina Schmiedhofer zum „Kommunalpolitischen Spaziergang“ über das Gelände. Treffpunkt ist am S-Bahnhof Pichelsberg. Die Entwürfe aus dem vorangegangenen künstlerischen Wettbewerb sind im Rathaus Charlottenburg (Otto-Suhr-Allee 100) zu sehen. CD

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