Berlin : Der Tagesspiegel

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Da hatte doch mal einer eine bedenkenswerte Idee, und glücklicherweise haben alle das auch mitbekommen. Regelmäßige Nachschulungen für Autofahrer, regt Staatssekretär Appel aus Brandenburg an. Alle fünf bis zehn Jahre mal prüfen lassen, ob die Informationen noch sitzen. Das ist gut, und da ist auch für jeden was dabei. Ungeübten Fahrern verleihen die Nachschulungen Sicherheit. Da guckt noch mal einer drauf, der nicht rummeckert, da kann man noch mal was fragen. Die berüchtigten alten Menschen am Steuer, die unsicher und überfordert über die hektischen Straßen juckeln, könnten lernen, wie man fährt, ohne andere zu behindern. Und ein unabhängiger Experte würde einen kritischen Blick auf die Reaktionsfähigkeit werfen können. Und auch für jüngere Fahrer, deren Aufmerksamkeit längst von der Routine aufgefressen wurde, wäre so eine Nachschulung eine gute Sache. Für Viel-Fahrer sind allzu viele Schilder am Straßenrand längst bedeutungslos geworden, um was kümmert man sich schon groß? Man fährt, blättert dabei im Straßenplan, man ascht ab, dreht die Musik leiser oder lauter, telefoniert verbotenerweise oder sucht die Wasserflasche, die auf der Rückbank herumrollt. Aufmerksam ist man jedenfalls nicht. Nachschulungen erinnern einen daran, dass es sich beim Autofahren eben auch um eine Angelegenheit handelt, die Verantwortung erfordert. Und vielleicht kann der eine oder andere Horrorfahrer ja auch bewegt werden, seinen Führerschein gleich ganz abzugeben. Ariane Bemmer

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