Berlin : Der Tagesspiegel

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Bildung und der Alte Fritz

Betrifft: „Vorschülern fehlen einfachste Kenntnisse der deutschen Sprache“, Tagesspiegel vom 6. Juni 2002

Wir Deutschen tun uns schwer mit den Ergebnissen der Pisa-Studie. Und wir Berliner haben noch das Problem, dass wir uns nicht nachträglich in eine deutsche Querschnittsbetrachtung einklinken können. Vieles deutet darauf hin, dass wir da nicht besonders gut aussehen würden.

Insoweit entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, dass dieses Thema so neu nicht ist! Bereits der Alte Fritz traute den Berlinern nicht allzu viel zu. Dies ließ er einst den Professor Meierotto merken, den er zu sich hatte rufen lassen, um sich über die Zustände am Joachimsthalschen Gymnasium zu informieren. Meierotto hatte dem König die fähigsten Köpfe in seiner Schule genannt, und weil dieser keinen Berliner darunter fand, sagte er: „Die Berliner lernen nichts, mein lieber Professor, das wird Er selbst erfahren, und ich weiß es auch sehr wohl. Die Erziehung taugt in Berlin nichts, und Er wird Mühe haben, ihnen von den Wissenschaften etwas beizubringen.“

Dieter Gallasch, Ber

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