Berlin : Der Tagesspiegel

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Sie sind schon echte Theater-Routiniers, die etwa 30 Schülerinnen und Schüler der Musical AG der Gustav-Heinemann-Oberschule in Marienfelde. Mit ihrer neuesten Produktion „Der König, eine Königin“ kommen sie jetzt sogar zu einem Auftritt im Kanzleramt. Das Stück, ein Polit-Krimi, hatte am vergangenen Freitag Premiere. „Ein König, eine Königin“ beschreibt eine Verschwörung der Macht. Keiner ahnt es, doch ein Callgirl-Ring hat die ganze Stadt in der Hand. So sehr, dass sogar ein anerkannter Richter einen scheinbaren Selbstmord inszenieren muss, um den Fernsehreportern zu entgehen, die sich sensationslüstern auf eine Beziehung zwischen ihm und einem Mädchen aus dem Rotlicht-Ring stürzen. Dass das alles von einer dritten Macht so gewollt und geplant wurde, ahnen die Reporter nicht. Auch wenn die Geschichte etwas schräg wirkt – sie wurde glaubhaft und mit viel Perfektion inszeniert. Und mit Mühe: Darstellerin Alexandra Blaschczok zum Beispiel muss sich – wie andere auch – im Laufe des Stücks sechsmal umziehen, weil sie gleich in zwei Rollen zu sehen ist. Susanne Borchart, Studienrätin und Leiterin der Musical-AG, stellt mit ihren Schülern jedes Jahr ein Musical auf die Beine. „Der König, eine Königin“ ist das siebte Stück, das in der Gesamtschule gespielt wird. Am heutigen Mittwoch wird das Musical noch einmal an der Schule in Marienfelde aufgeführt, zusammen mit amerikanischen Schülern und im Rahmen des Jugendaustauschs „Brücke Berlin-New York“. Und am Freitag werden dann Auszüge aus dem Programm im Kanzleramt gezeigt – beim Empfang von Bundeskanzler Gerhard Schröder für die Jugendlichen aus New York. cdz / Foto: Uwe Steinert

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