Berlin : Der Tagesspiegel

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LESERBRIEF DES TAGES

Der Tagesspiegel berichtet, und die Leser antworten: Jeden Tag erreichen uns Briefe zu aktuellen Berliner Themen. An dieser Stelle deshalb der Leserbrief des Tages: so aktuell und schnell wie die Berichterstattung.

Ihre Zuschriften richten Sie bitte an: Verlag Der Tagesspiegel, Demokratisches Forum, 10876 Berlin. Sie können Ihren Leserbrief auch faxen: 030 26009 - 332. Per E-mail erreichen Sie uns unter leserbriefe@tagesspiegel.de . Bitte vermerken Sie auch bei E-mails Ihre vollständige Anschrift.

Patienten schlecht versorgt

Betrifft: „Teure Sozialfälle“

Natürlich werden Sozialamtsfälle nicht nach der für Privatpatienten geltenden amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) sondern nach dem in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) geltenden Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) abgerechnet. Der Vorteil für den Arzt bei den Sozialamtsfällen liegt erstens in den hier geltenden festen Punktwerten und zweitens in der fehlenden Begrenzung der abzurechnenden Punkte. Das bedeutet, der Arzt bekommt alle notwendigen Leistungen angemessen bezahlt. Dieser Grundsatz gilt jedoch nicht in der GKV mit ihren Budgetgrenzen, so dass die Ärzte hier ca. 10-40 Prozent ihr Leistungen nicht bezahlt bekommen. Ein weiterer Vorteil bei den Sozialamtsfällen liegt in der fehlenden Begrenzung der Ausgaben für Medikamente und Heilmittel, so dass der Arzt hier unabhängig von Budgetgrenzen die optimale Therapie wählen kann.

Dr. med. Alexander Schöffer, Berlin

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