Berlin : Der Tagesspiegel

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Als sich die Tore der neuen Spandauer Schleuse gestern Mittag zur ersten offiziellen Einfahrt öffneten, ergoss sich ein Feuerwerksregen auf die Ehrengäste. Die erlebten die Inbetriebnahme auf dem schwankenden Boden der Schubeinheit „SCH 2430"und wurden binnen acht Minuten mit Hilfe von 4500 Kubikmetern Wasser um 2,40 Meter von Unter- auf Oberhavelniveau befördert. Weil ein geplantes Schleusenfest aus Kostengründen abgesagt wurde, blieben mehrere hundert Schaulustige im wahrsten Sinne des Wortes Zaungäste. Nach gut neun Jahren sind sind die beiden Hälften des Flusses wieder miteinander verbunden. 12 000 Güter- und über 2000 Fahrgastschiffe sowie 15 000 Sportboote hatten im letzten Betriebsjahr 1992 die alte Schleuse passiert. Den auch für 115 Meter lange Schubeinheiten geeigneten Neubau am Beginn der Havel-Oder-Wasserstraße bezeichnete der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Achim Großmann, als Berliner „Tor zur Ostsee". Der Wiederaufbau der 12,5 Meter breiten Schleusenkammer kostete rund 33 Millionen Euro. Noch in dieser Woche soll nun auch der Verkehr der Ausflugsdampfer zwischen Tegel und Wannsee wieder aufgenommen werden. Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz forderte, dass nun auch die Schleusen-Fußgängerbrücke zwischen Kolk und Zitadelle wiederhergestellt wird. du-/Foto: Schleser

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