Berlin : Der Tagesspiegel

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Joschka my darling; Oh, Mr. Joschka Fischer, I love you so; Joschka Fischer, das ist ein ganz besonderer Mann – langsam wurde der Außenminister bei so viel Überschwang leicht rot im Gesicht. Aber das sah man im Dunkeln des Zeltes nicht, die viele Liebe schlug dem Grünen ja nicht auf einem gut ausgeleuchteten Parteitag entgegen. Als Überraschungsgast platzte Joschka Fischer am Freitagabend bei Gayle Tufts und Rainer Bielfeldt ins Programm der „Wahren Wahrheit“ – ohne dass die Frau aus den USA und der Mann am Klavier aus Hamburg-Farmsen das wussten. Ihr Manager hatte das eingetütet, offensichtlich mit viel Vitamin B, schließlich war der Auftritt keine Premiere und kein 1000. Jubiläum, sondern eine ganz gewöhnlicher Freitagabend-Show im Tipi-Zelt neben dem Kanzleramt. Nach der Pause schlängelte sich Fischer hinein, setzte sich auf einen Hocker an die Bar, seine Sicherheitsleute drapierten sich unauffällig in die Ecken. Später, nach der Aufführung, verriet Tufts, dass sie wegen der vielen Kameras schon gemerkt habe, dass „irgendwas los“ sei. „Ich dachte, meine Mutter ist da.“ Aber es war Joschka, dem die Tufts schließlich ein Lied gewidmet hatte. Und mit Liebe ging der Abend zu Ende, „Hey Joschka, I thank you so much for coming“, und da grinste Herr Fischer wieder wie ein verlegener Schulbub. Die „Wahre Wahrheit“ gibt es nur noch heute, Karten unter 0180 327 9358. Ha

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