Berlin : Der Tagesspiegel

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Die Netzgiraffe „Malindi“ hat am 10. Juli vor den Augen vieler interessierter Besucher im Zoologischen Garten einen gesunden Jungen zur Welt gebracht. Giraffen-Babys starten recht unsanft ins Leben: Sie fallen aus mehreren Metern Höhe auf den Boden, wobei die Nabelschnur durchreißt. In den Zoos wird das Verletzungsrisiko meist durch ein dickes Wurflager aus Stroh aufgefangen. Doch in diesem Fall setzten die Wehen früher ein als erwartet. Die sechsjährige Giraffenkuh konnte nicht mehr in die vorbereiteten Innenställe gebracht werden. Sie brachte ihre Leibesfrucht unter Beobachtung von Tierpflegern und vor den Augen von Zoobesuchern zur Welt. Durch die noch weichen Knochen sind Brüche bei der Geburt so gut wie ausgeschlossen. Der Kleine benötigte nur kurze Zeit, bis er stehen und seiner Mutter folgen konnte. Vater des Jungtieres ist der vierjährige „Seppl“. Netzgiraffen leben vor allem in Afrika – zumeist in den Savannen Kenias. Sie weiden gemeinsam mit Straußen, Antilopen und Zebras. In kleinen Gruppen, manchmal auch in größeren Herden durchstreifen sie große Gebiete und ernähren sich von Blättern, frischen Trieben, besonders von Akazien. Über kurze Strecken können sie eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h erreichen. Giraffen-Geburten sich in einem Zoo auch heute noch keine Selbstverständlichkeit. Europaweit leben rund siebzig Tiere dieser Spezies in Zoos; ihr Lebensalter kann hier bis zu 28 Jahre betragen und liegt oberhalb der Alterswerte von freilebenden Tieren. Foto: Peters

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