Berlin : DER TRESOR

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Am 15. März 1991 wurde in der Stahlkammer des ehemaligen WertheimKaufhauses an der Leipziger Straße der Tresor eröffnet. Die Betreiber um Dimitri Hegemann hatten sich die rohen Räume nach der Wende für ihre Techno-Veranstaltungen ausgesucht: die gewölbten Decken, von denen der Schweiß kondensierte, die rostigen Stahlstäbe, das schnelle, harte Stroboskoplicht und dazu Techno, die relativ neue elektronische Musik. Der Tresor war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. DJs wie Sven Väth, Dr. Motte, Derrick May, Jeff Mills und Blake Baxter legten dort auf. Der Club gründete „Tresor Records“, ein eigenes Plattenlabel. Anfangs hatten die Tresor-Betreiber die Räume vom Bundesvermögensamt gepachtet. Dann wurde das Haus an die Firma Bauwert verkauft. Seither sind die Club-Betreiber an „Drei-Monats-Verträge“ gebunden, sagt Hegemann. Bauwert finde derzeit keine Investoren, deswegen habe man den Club-Betreibern zugesichert, bis März „möglicherweise auch länger“ an der Leipziger Straße zu bleiben. „Doch sobald ein Investor gefunden ist und die Bagger kommen, müssen wir raus“, sagt Hegemann. tabu

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