Berlin : Der Verkehr floss - den Umständen entsprechend - überraschend reibungslos

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Die Silvesterfeierlichkeiten haben nicht nur Freude bereitet. Die damit verbundenen Straßensperrungen behinderten schon Tage zuvor den Verkehr erheblich und verursachten Staus auf dem Ernst-Reuter-Platz, der Hardenbergstraße, der Müller-Breslau- und Fasanenstraße im Bereich Tiergarten. Auf der Ostseite schleppte sich der Verkehr vorwiegend über die ohnehin stark belastete Friedrichstraße, um den gesperrten Bereich der Straße Unter den Linden zu umfahren. Positiv machte sich nach Auskunft eines Polizeibeamten aber bemerkbar, dass viele einen großen Bogen um die Feiermeile während des Auf- und Abbaus machten.

Am Montagmorgen sollte - fahrplanmäßig - das letzte Sperrgitter beseitigt und alle Straße für den Verkehr wieder freigegeben werden. Abhängig wurde es allerdings letztlich vom Fortschritt der Reinigungsarbeiten der BSR und dem Abbau der für die Veranstaltung notwendigen technischen Gerätschaften gemacht. Gestern Nachmittag versprühte die Polizei noch deutlichen Optimismus: "Es läuft soweit problemlos. Es spricht nichts dagegen, dass die Straße von morgen früh 5 Uhr an wieder befahrbar sind", sagte ein Beamter der Lagezentrale der Polizei.

Insgesamt wertet die Polizei die entstandenen Verkehrsbehinderungen allerdings als gering. Offenbar seien viele Autofahrer auf Busse und Bahnen umgestiegen. Zudem habe man die Busse der BVG so lange wie möglich durch den gesperrten Bereich fahren lassen, sagte der zuständige Leiter der Polizeidirektion 3, Burkhard Loest, gestern. Positiv für das Verkehrsaufkommen habe sich auch ausgewirkt, dass viele Berliner die Feiertage und den Jahreswechsel außerhalb der Stadt verbracht hatten.

Auch in der Silvesternacht war das Verkehrsproblem offenbar nicht gravierend. Die überwiegende Mehrzahl der Besucher benutzte die BVG und bereits gegen 20.45 Uhr ließ die Polizei über die Medien darum bitten, nicht mehr zum Pariser Platz kommen, weil dieser bereits gefüllt sei. Dazu kam, dass das Kulturforum am Potsdamer Platz ein deutlich geringerer Besuchermagnet gewesen war, als die Polizei und wohl auch der Veranstalter erwartet hatten, was für den Verkehr in diesem Bereich eine deutliche Entspannung bedeutete.

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