Der Verlag lädt ein : Sonnabend: Tag der offenen Tür beim Tagesspiegel

07.09.2012 11:57 Uhrvon
  • Paul Kreiner berichtet für den Tagesspiegel aus Rom. Er sagt: "Wie ich Italiens Krise erlebt habe? Am intensivsten auf einer Party. Es war Samstag, der 12. November 2011, vor dem Quirinalspalast in Rom. Drinnen – alle wussten es an diesem Abend – reichte ein gewisser Silvio B. beim Staatspräsidenten seinen Rücktritt als Regierungschef ein. Und draußen feierte das Volk. Einige Tausend waren spontan zusammengekommen, von Minute zu Minute wurden der Fröhlichen mehr. Ein Chor sang das „Halleluja“ aus Händels „Messias“ derart ausdauernd und penetrant, dass es einem kalt den Rücken hinunterlief. Es war, als schüttelten die Italiener ein schweres Joch von den Schultern. Es war wie ein Aufbruch in eine neue Ära. „Wie“ ein Aufbruch. Heute, nach elf Monaten, weiß man’s besser. Ein „Halleluja“ höre ich nirgendwo mehr." Am Freitagabend haben Sie die Chance, sechs Tagesspiegel-Korrespondenten kennenzulernen! Foto: privat
    Paul Kreiner berichtet für den Tagesspiegel aus Rom. Er sagt: "Wie ich Italiens Krise erlebt habe? Am intensivsten auf einer Party. Es war Samstag, der 12. November 2011, vor dem... - Foto: privat
  • Die Hauptstadt-Korrespondenten des Tagesspiegels diskutieren die Frage: Bricht Europa auseinander? Die Veranstaltung beginnt am heutigen Freitagabend um 19.00 Uhr im Tagesspiegel-Verlagsgebäude am Askanischen Platz 3. Der Eintritt kostet inklusive Begrüßungssekt und Snack 12 Euro. Wir bitten um verbindliche Anmeldung unter Telefon (030) 290 21 - 520. Und wen können Sie außer Paul Kreiner noch treffen? Foto: dpa
    Die Hauptstadt-Korrespondenten des Tagesspiegels diskutieren die Frage: Bricht Europa auseinander? Die Veranstaltung beginnt am heutigen Freitagabend um 19.00 Uhr im... - Foto: dpa
  • Zum Beispiel Gerd Höhler, der für den Tagesspiegel aus Athen berichtet. Er sagt: "Meine Bekannte Olympia, bis vor kurzem H&M-Verkäuferin, meine Freunde Andreas M., einst erfolgreicher Börsenmakler, und Marios L., ehemals Verkaufschef eines großen Autohauses: Sie alle sind jetzt arbeitslos. Gesichter der Krise. Bedrückend ist auch der Anblick, den das Zentrum Athens bietet: In den Einkaufsstraßen steht fast jeder vierte Laden leer. Hinter den leeren Schaufenstern und den heruntergelassenen Rollgittern stehen menschliche Tragödien: gescheiterte Existenzen, zerstörte Lebenspläne. Für einen Deutschen, der in Griechenland lebt, hat die Krise aber eine weitere Dimension. Der Euro sollte Europa einen, doch jetzt spaltet er die Völker. Die Sorge vor einem übermächtigen Deutschland geht um, die Furcht vor einem „4. Reich“. Wie tief das Misstrauen und die Enttäuschung sitzen, sehe ich manchen meiner Nachbarn an: Einige meiden das Gespräch, blicken weg, wenn sie mir begegnen. Auch diese schweigsamen Mienen sind Gesichter der Krise." Foto: privat
    Zum Beispiel Gerd Höhler, der für den Tagesspiegel aus Athen berichtet. Er sagt: "Meine Bekannte Olympia, bis vor kurzem H&M-Verkäuferin, meine Freunde Andreas M., einst... - Foto: privat

Am heutigen Sonnabend lädt der Tagesspiegel zum Tag der offenen Tür an den Askanischen Platz. Auch diesmal gibt es ein abwechslungsreiches Programm - die Arbeit der Online-Redaktion können Sie live miterleben.

Randvoll mit Informationen, Reportagen, Recherchen, Kultur und Unterhaltung. So steckt Der Tagesspiegel jeden Morgen in den Briefkästen - und so kennen Sie ihn aus der iPhone- und iPad-App sowie von der Online-Seite Tagesspiegel.de. Was alles nötig ist, um diese Vielfalt möglich zu machen, können die Berliner am Sonnabend erfahren. Dann rollt die Tagesspiegel-Verlagsgruppe für ihre Leser den roten Teppich aus und lädt von 11 bis 18 Uhr zum Tag der offenen Tür ins Verlagsgebäude am Askanischen Platz. Dort entdecken Gäste, welche Gesichter sich hinter den Autorennamen verbergen und was erforderlich ist, um die Leser umfangreich, kritisch und vielfältig zu informieren.

Ganz nach dem Vergil-Zitat, das auf der Titelseite das rote Band unter der Weltkugel schmückt: „Rerum cognoscere causas“ – „die Ursachen der Dinge erkennen“.

Tag der offenen Tür beim Tagesspiegel

Im ersten Stock gibt es zum Beispiel Einblicke in die Arbeit der Onlineredaktion, die seit dem Umzug des Tagesspiegels an den Askanischen Platz mit der Zeitungsredaktion unter einem Dach sitzt. Sie können uns bei der Online-Redaktionsarbeit über die Schulter schauen und mit uns diskutieren. In der Community-Redaktion werden Ihre Online-Kommentare, liebe Leserinnen, liebe Leser, moderiert. Am Sonnabend können Sie direkt miterleben, wie Leserkommentare reinkommen und wie wir damit umgehen. Redaktionsleiter Markus Hesselmann und Community-Leiter Atila Altun stehen Ihnen für alle Fragen zur Verfügung - während live die Onlineseite produziert wird. Außerdem können Sie sich an einer Video-Befragung beteiligen und uns sagen, was Sie vom Tagesspiegel halten. Eine Auswahl der Videos werden wir auf Tagesspiegel.de veröffentlichen.

Hier beginnen wir eine Fotogalerie mit Blicken hinter die Kulissen

Der erste Tag der offenen Tür im letzten Jahr war ein riesiger Erfolg. Die Räume erwiesen sich fast durchweg als zu klein für die vielen Neugierigen und allein 3000 Bratwürste wurden verkauft. Auch in diesem Jahr gibt es ein abwechslungsreiches Programm. Besucher lernen die Chefredakteure Lorenz Maroldt und Stephan-Andreas Casdorff kennen, die ihnen den Tagesspiegel der Zukunft vorstellen. Schauspieler Ulrich Matthes, Sohn des legendären Tagesspiegel-Lokalchefs Günter Matthes, berichtet über seine Beziehung zum Tagesspiegel (15 Uhr). Autoren wie Harald Martenstein, Bernd Matthies, Hatice Akyün und Helmut Schümann lesen gewohnt unterhaltsam.

Washington-Korrespondent Christoph von Marschall berichtet vom Wahlkampf in den USA (13 Uhr), Elisabeth Binder unterhält sich über das Ehrenamt (14 Uhr), Ingrid Müller berichtet vom Reportereinsatz in Afghanistan (13 Uhr). Thomas Lackmann erzählt die Geschichte des Tagesspiegel-Hauses am Askanischen Platz, dem geschichtsträchtigen Rand des alten Berliner Zeitungsviertels (12 Uhr). Unterstützung bekommt er von Leser Thomas Lennert, der als Schüler ausgeholfen hat, als das Haus in den fünfziger Jahren Lager für DDR-Flüchtlinge war.

Schauen Sie sich hier Bilder an vom Tag der offenen Tür 2011

Der 1945 nach dem Zweiten Weltkrieg gegründete Tagesspiegel zog erst im Oktober 2009 vom alten Verlagshaus in der Potsdamer Straße an den Askanischen Platz, gegenüber der Ruine des Anhalter Bahnhofs. Das Gebäude wurde 1899 von Siemens für die Konzernverwaltung errichtet. Vor dem Ersten Weltkrieg tüftelten Arbeiter dort an Projekten wie dem U-Bahnausbau und der Massenfabrikation von Glühbirnen. 1912 verkaufte die wachsende Firma das Haus an den Batterie- und Taschenlampenhersteller AFA. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Fassade stark beschädigt. In den 80er Jahren zog die Oberfinanzdirektion in die Räume, nach 2000 standen diese überwiegend leer. Von der ursprünglichen Ausstattung sind nur noch ein Treppenhaus, Teile einer Aufzuganlage und ein Tresorraum übrig. In dem werden nun andere Schätze gelagert, nämlich die Weine des Shops. Gedruckt wird der Tagesspiegel übrigens in Spandau.

Die Inhalte einer jeden Ausgabe – über 350000 Menschen erreicht der Tagesspiegel täglich – stellen die Redaktionen zusammen, sie präsentieren sich und ihre Arbeit im Erdgeschoss. Die Jugendredaktion gibt Nachwuchsjournalisten Tipps zum Werdegang. Kinder können eine Kinderseite gestalten und bekommen einen Reporterausweis. Im Tagesspiegel-Archiv gibt es Ausdrucke von historischen Titelseiten zum Mitnehmen - und zum Erinnern. Besucher können sich für die Titelseite fotografieren lassen. Daneben gibt es Interessantes aus der Welt der Anzeigen und das Stadtmagazin zitty präsentiert sich und den Film „30 Jahre zitty“.

Das Restaurant „eßkultur“ serviert Gerichte, wie sie Kurt Tucholsky und Theodor Fontane liebten. Im Hof gibt es ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm, beispielsweise mit der Jazz-Combo der Deutschen Oper Berlin und den Freiluftakrobaten „Die Aristokraten“. Am Alba-Mobil können Basketballfans ihre Treffgenauigkeit testen und sich von Trainern ein paar Tricks zeigen lassen.

Umfrage

Vom 17.-19. Mai findet in Berlin der 18. Karneval der Kulturen statt. Werden Sie an Veranstaltungen teilnehmen?

Service

Zehlendorf Blog

Wir möchten mit Ihnen ein Experiment wagen: Unsere Zehlendorf-Seite ist online - das digitale Magazin aus dem Berliner Südwesten. Ein journalistisches Produkt zum Mitgestalten. Jeden Tag kümmern wir uns, gemeinsam mit Jugendlichen und Leser-Reportern, um die spannendsten Geschichten aus dem Stadtteil, um lokale Politik und das Lebensgefühl der Menschen.
Der Zehlendorf Blog - das neue hyperlokale Online-Magazin

Entdecken Sie Berlin


Wo sind die besten Cafés der Stadt zu finden? Wo die besten Spielplätze? Oder wie finde ich die interessantesten Museen und Theater?
Mit der neuen Best-of-Berlin-App können Sie spielend Berlin entdecken.

Der Stadtleben-Blog

In Berlin kommt man nicht zur Ruhe. Zum Glück. Hier bloggen vier Tagesspiegel-Autoren über Kultur, Szene und Nachtleben der Stadt.
Berichte aus einer lauten Stadt

Nachrichten aus den Bezirken

Hast du als HartzIV-Bezieher deiner Oma ihr Kanapee für 100 Euro verkauft und den Betrag nicht angegeben, wird dir beim nächsten Mal das Geld abgezogen und du bekommst eine 3 monatige Sanktion auf dein Existenzminimum. Verbrätst du als Politiker Millionen (können gerne auch mal Milliarden sein), dann gibt es aber - holla die Waldfee - ein richtig kräftiges DuDu... mindestens...
Diskutieren Sie mit!

Weitere Themen

Willkommen im Tagesspiegel

In unserem Verlagsgebäude finden Lesungen und Salons, Konzerte, Vorträge und Seminare für Leserinnen und Leser statt, zu denen wir Sie herzlich einladen.
Das Stadtmagazin des Tagesspiegels.

Tagesspiegel-Spendenaktion

Erleben sie mit tagesspiegel.de die ganz besonderen Veranstaltungen in Berlin und Umgebung. Hier können Sie sich Ihre Tickets zum Aktionspreis sichern.

Weitere Tickets...