Berlin : Der Verzweiflung ein Ende

Noch immer kämpfen die Opfer des Hurrikan Sandy auf Haiti und Kuba ums Überleben. Sie brauchen Hilfe.

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Leben im Chaos. Straßenszene in Port-au-Prince, Haiti, aufgenommen eine Woche vor Weihnachten. Foto: Reuters/S. Parker
Leben im Chaos. Straßenszene in Port-au-Prince, Haiti, aufgenommen eine Woche vor Weihnachten. Foto: Reuters/S. ParkerFoto: REUTERS

Bei seiner Jubiläumsaktion hilft der Spendenverein des Tagesspiegels jetzt 53 Vereinen, Projekten und Ehrenamtsinitiativen vor allem in Berlin und Brandenburg. Wie jedes Jahr unterstützen wir bei „Menschen helfen!“ aber auch Notleidende im Ausland, traditionell in Kooperation mit der Deutschen Welthungerhilfe (DWHH) mit einem Sitz auch in Berlin. Für alle Projekte bitten wir unsere Leserinnen und Leser um Spenden.

Sie malen so unglaublich lebensfrohe Bilder, die Künstler aus Haiti. Da sind oft knallbunte Marktszenen auf Leinwand gebannt, und viele Touristen nehmen sich diese Bilder beim Urlaub in der benachbarten Dominikanischen Republik als Souvenir mit nach Hause. Die Realität sieht anders aus.

„70 Prozent der Ernte sind vernichtet worden und die Schäden allein im landwirtschaftlichen Bereich summieren sich auf 120 Millionen Dollar“, schreibt Dirk Guenther, Regionalkoordinator der Deutschen Welthungerhilfe, aus Haiti. Aus den Schlagzeilen ist Hurrikan „Sandy“ vom 24. Oktober längst wieder heraus, aber die Menschen in den armen Karibikstaaten müssen mit den Folgen leben, Tag für Tag. Noch immer laufen die Aufräumarbeiten in Haiti, verschüttete Straßen müssen wieder zugänglich gemacht werden. Dabei war der Staat doch erst von dem folgenschweren Erdbeben vor zweieinhalb Jahren heimgesucht worden. Auch auf Kuba droht den DWHH-Experten zufolge eine Ernährungskrise – deswegen bittet der Tagesspiegel-Spendenverein bei seiner 20. Weihnachtsaktion auch um Spenden für die Opfer des Hurrikans Sandy auf Kuba und Haiti. Nach dem Beben kam auf Haiti erst eine Dürre, dann wütete Tropensturm „Isaac“, anschließend „Sandy“. „Ohne Hilfe von außen können die Familien nicht bis zur nächsten großen Ernte im Mai überleben“, sagt Regionalkoordinator Guenther. Gerade erst hat sich DWHH-Präsidentin Bärbel Dieckmann ein Bild über die Lage im Inselstaat gemacht. Sie zeigte sich erleichtert, dass viele von der Entwicklungshilfeorganisation gebauten Häuser nicht weggefegt wurden.

Auch jetzt werden dringend Spenden für den Wiederaufbau benötigt. Baumaterialien für Reparaturen müssen verteilt werden, und Hygienekits, damit sich die Cholera nicht ausbreitet, sowie Töpfe, Bettzeug, Matratzen. Zugleich bekommen Ausgabearbeiter einen Lohn, damit sie ihre Familien ernähren können. Auch Saatgut und landschaftliche Geräte sollen den Kubanern Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen, mit der Bevölkerung reparieren die lokalen Kräfte der „German Agro Action“ Bewässerungssysteme. Die „Cash-for-work-Projekte“ sollen rund 30 000 Menschen zugutekommen.

Auf Kuba sind rund drei Millionen Menschen von Sandy betroffen. 150 000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche sind betroffen: Zuckerrohr, Koch- und Essbananenplantagen, alles kaputt. Tiergehege sind zerstört, Hühnerzucht und Eierproduktion stark eingeschränkt. Laut DWHH-Expertin Anke Mattern, die stets die „Menschen helfen!“-Spendenaktionen gemeinsam mit dem Tagesspiegel organisiert, sind allein in Santiago 200 000 Unterkünfte beschädigt, oft fehlt es an Strom und Wasser, 2000 Schulen und fast 400 Gesundheitsstationen sind beschädigt. Legehennen und Mastschweine sollen vor starker Sonneneinstrahlung und Starkregenfällen geschützt werden. Es müssen trockene Lagerhallen für die Kaffee- und Zuckerrohrernte errichtet werden. Zerstörte Windräder will man als Energiequelle für Wasserpumpen reaktivieren. Die Welthungerhilfe und der Tagesspiegel würden sich über Spenden von Lesern sehr freuen.

Unser Konto: Spendenaktion Der Tagesspiegel e. V., Verwendungszweck: „Menschen helfen!“, Berliner Sparkasse (BLZ 100 500 00), Konto 250 030 942. Bitte notieren Sie Namen und Anschrift für den Spendenbeleg. Onlinebanking ist möglich.

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