Berlin : „Der vorgelegte Klinikführer ist ein Novum“

Grußwort der Berliner Gesundheitssenatorin Heidi Knake-Werner (Linkspartei/PDS)

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Das Gesundheitswesen – traditionell geprägt durch eine Kultur wohlwollender Bevormundung durch den Arzt – hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Viele Patientinnen und Patienten forderten eine angemessene Beteiligung an Entscheidungen – denen ihrer Ärzte sowie jene über die Weiterentwicklung unseres Gesundheitswesens. Daher verfügen wir heute über eine sehr differenzierte Landschaft an Interessengruppen. Die Politik hat dieser Entwicklung Rechnung getragen: Berlin verfügt als einziges Bundesland über eine Patientenbeauftragte, deren Arbeit in den letzten beiden Jahren immer mehr Anerkennung gefunden hat.

Wo kann man hingehen, wenn man Hilfe benötigt? Immer wieder werden wir um diese Auskunft gebeten. Bisher war es kaum möglich, eine wirklich befriedigende Antwort zu geben, da die notwendige Transparenz fehlte. Deshalb ist die von Tagesspiegel und Gesundheitsstadt Berlin getragene Initiative von ganz herausragender Bedeutung. Hier wird erstmals in methodisch anspruchsvoller Weise ein Überblick über die Leistungsstärken der Berliner Kliniken gegeben, der für Patienten und ihre ambulanten Ärzte die Grundlage sein kann für die Entscheidung, wohin man sich im Bedarfsfall wendet.

Diese Transparenz verbessert die Grundlagen für einen Wettbewerb zwischen den Krankenhäusern, der sich an wichtigen Qualitätsmerkmalen orientiert. So bin ich sehr froh, dass sich nahezu alle Berliner Kliniken an diesem Projekt beteiligten.

Die Transparenz der Krankenhausleistungen unter qualitativen Aspekten wird immer häufiger zum Thema werden, und die methodische Qualität der Datenaufbereitung zur Herstellung dieser Transparenz wird steigen. Damit ist Deutschland endlich auf dem Kurs, den andere Länder schon erfolgreich eingeschlagen haben.

Der nun vorgelegte Klinikführer ist in dieser Form ein Novum in Deutschland. Er ist ein erster großer und wichtiger Schritt, für den ich mich beim Tagesspiegel und dem Verein Gesundheitsstadt Berlin herzlich bedanke.

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