Berlin : Der Weltraum-Mediziner

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Karl August Kirsch, 65

Beruf

Professor für Physiologie, Schwerpunkt Weltraum-Physiologie und Physiologie extremer Umwelten am Zentrum für Weltraummedizin der Charité.

Alltag

Kirsch untersucht, was Schwerkraft und Schwerelosigkeit mit dem Körper anstellen. Ein Phänomen: Astronauten bekommen schon nach Minuten im All „Storchenbeine und Schwellköpfe“ – das Blut geht aus den Beinen in Brust und Kopf. Sie werden auch bis zu fünf Zentimeter größer, weil das Skelett nicht mehr gestaucht wird (heißt: Kleiderwechsel im All). Das führt zu enormen Rückenschmerzen, weil die Nervenenden gedehnt werden. Kirsch schnallt Freiwillige auf einen Kipptisch und simuliert den Kopfüber- Zustand (im Bild links). Oder er lässt sie auf einem Sitz für Tage ins Wasser, um die veränderten Druckverhältnisse zu untersuchen (im Bild hinten).

Das Erlebnis der Woche

Ein paar Tage in Moskau, bei der 25. Jahrestagung der Gesellschaft für Gravitationsphysiologie. Es gab sensationelle Neuigkeiten auf dem Gebiet der Zellphysiologie.Text: rcf/Foto: Mike Wolff

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