Berlin : Der Winter kommt zurück: Der Februar zeigt dem Nieselwetter die kalte Schulter

Annette Kögel

Das neblig-trübe Nieselwetter hat offenbar bald ein Ende, und der krachend-kalte Winter kehrt zurück. Dies prognostizierte gestern Meteorologe Donald Bäcker vom Wetterdienst Meteofax. "Es ist noch ein bisschen kippelig, aber die Rechenmodelle deuten das ab dem kommenden Wochenende an." Der Februar zeigt also dem Nieselwetter die kalte Schulter. Die letzte Januarwoche startet aber noch fast so, wie sich das Wochenende präsentierte: nasskalt, Grau in Grau. Erst ab Dienstag wird es "zögerlich freundlicher".

Am Sonntag zog sich eine Wetterscheiden-Mauer durch die ehemals geteilte Stadt, und zwar zwischen Nord und Süd. Den oberen Teil Berlins streifte Tiefausläufer Karl mit Höchsttemperaturen um ein Grad und ließ etwa in Reinickendorf bei Windstille Schneeflocken rieseln. In den südlichen Bezirken hingegen stieg des Thermometer dank wärmerer Nordseeluft bis auf vier Grad, und mäßiger Wind gab den Flugzeugen in Schönefeld Starthilfe.

Noch am Freitag stellten sich bei Vogelgezwitscher und Temperaturen von bis zu plus zehn Grad im Spandauer Eiskeller beinahe Frühlingsgefühle ein. Zulassen sollte man sie besser nicht, im Februar wird der Winter noch einmal so richtig auftrumpfen. Zwar verabschiedet sich der Januar freundlich. Doch schon zum Wochenende können sich die Temperaturen wieder einstellig unter Null zurückziehen. Der Februar startet winterlich - mit Schneeregen. Am Freitag gibt es Zeugnisse für Berlins Schulkinder - wollte man den bisherigen Wintermonaten Noten erteilen, so hätten sie zumindest ein "Befriedigend", wenn nicht gar ein "Gut" verdient. Der Januar lag nur ein Grad über dem Mittel, und immerhin "gab es zugefrorene Seen", lobt Donald Bäcker. Der Dezember? Nun, er hätte sich mehr zusammennehmen können, denn er war zu warm, hatte aber auf den Tag genau Schnee zu Heiligabend. In diesem Zusammenhang wagt Donald Bäcker eine unüblich langfristige Prognose: "Statistisch gesehen gibt es keine Weihnachtsfeiertage mit Schnee hintereinanderweg." Also: Grüne Weihnachten 2001.

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