Berlin : Desaströses Monatswetter: Der trübste Juli aller Zeiten: zu kalt, zu nass, zu grau

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Die Meteorologen bestätigen in ihrer Juli-Bilanz unsere allzu frischen Erinnerungen an diesen Frühherbstmonat. Kalt, trüb und feucht zeigte sich dieser Teil des angeblichen Hochsommers, mit einem Wort: verkorkst. Gerade einmal an zwei Tagen wurden 25 Grad erreicht, im vergangenen Jahr gab es 20 derartige "Sommertage". Im Schnitt war der Monat 1,5 Grad zu kühl. Auffällig ist nach den Beobachtungen von Meteofax-Meteorologen, dass in diesem Jahr alle Monate zum Teil deutlich zu warm waren - bis eben auf den Juli. Mit 46 Stunden erreichte die Sonne nicht einmal die Hälfte des Solls, genau 46 Prozent. Damit ist der Juli 2000 der trübste Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Berlin, das ist bekanntlich das Jahr 1908. Noch schärfer formuliert: Es war sogar der dritttrübste Sommermonat überhaupt, nur der Juni 1923 und der August 1912 waren noch grauer.

Mit dem Super-Regentag am 29., als mehr Nass vom Himmel fiel als an allen anderen Tagen zusammen, geriet auch die Niederschlagsmenge ins Desaströse. In Dahlem fielen in dem Monat mit 68 Litern 128 Prozent der statistisch zu erwartenden Regenmenge, in den nördlich Bezirken weniger, in den südlichen noch etwas mehr.

Und es geht so weiter. Das Wetter soll auch in der kommenden Woche launisch wie im April bleiben. Lediglich zur Wochenmitte könnte es etwas wärmer werden. Der Dienstag könnte der schönste Tag der Woche werden. Das nächste Tief, mit Schauern und Gewittern, ist schon im Anmarsch.

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