Berlin : Deutsch-Förderung soll früher beginnen SPD, CDU und FDP: Senat

muss dringend mehr anbieten

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Bildungspolitiker von SPD, CDU und FPD wollen Kinder mit mangelhaften Deutschkenntnissen früher fördern. Die CDUFraktion verlangt vom Senat ein „Handlungsprogramm zur besseren Integration von Kindern und Jugendlichen nichtdeutscher Herkunft“. Die FDP will laut ihrer schulpolitischen Sprecherin Mieke Senftleben Sprachförderung „da, wo Bedarf ist“. Derzeit würden nur Kindertagesstätten sprachlich gefördert, die einen Ausländeranteil von 40 Prozent hätten. Der Sozialstrukturatlas zeige, dass der Senat „jetzt anfangen“ müsse, etwas zu tun, sagte Senftleben. Diesen Schuss hat auch der SPD-Abgeordnete Karlheinz Nolte gezogen: Er hatte in der Plenardebatte über den Sozialstrukturatlas eine Kitapflicht für Kinder aus so genannten bildungsfernen Schichten gefordert. Nolte sieht zwar die finanziellen Probleme des Senats, die weiteren Sprachförderungen entgegenstehen. Der SPD-Politiker hält dagegen aber die Kosten, die ein Schüler verursache, wenn er wegen schlechter Sprachkenntnisse versage. Vorschulischer Sprachunterricht in den Kindertagesstätten solle dann verpflichtend für die Eltern sein, wenn durch Tests festgestellt worden ist, dass Kinder sprachlich zurück seien, sagt Nolte. Die FDP-Schulpolitikerin Senftleben schlägt hingegen eine Vorschulpflicht für Kinder ab 5 vor. wvb.

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