Berlin : Deutschlands Fußballer, die Lieblingsfeinde

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Was ist das Besondere am Fußball? Zum einen seine „Slapstickanfälligkeit“: „Es gibt kaum eine andere Sportart, in der sich selbst die größten Helden in dauernder Gefahr befinden, vom einen auf den anderen Moment wie Idioten dazustehen“, meint Markus Hesselmann, Leiter der Tagesspiegel-Sportredaktion. Selbst Franz Beckenbauer schoss Eigentore, Maradona vergab Elfmeter. Und noch etwas ist einzigartig beim Fußball: sein Publikum, das mit Inbrunst Rivalitäten pflegt.

Um genau diese Rivalitäten geht es in dem von Hesselmann herausgegebenen Buch „Der Lieblingsfeind. Deutschland aus der Sicht seiner Fußballrivalen“. Darin beschreiben Autoren aus acht Ländern, wie Deutschland für sie zum Lieblingsfeind wurde – über Schlüsselerlebnisse auf dem Fußballplatz, Medienrituale und Wunden aus der politischen Vergangenheit. Im Salon zum Auftakt der Weltmeisterschaft sprechen Markus Hesselmann und Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt mit drei Autoren des Buchs über Feindseligkeiten und Hasslieben: Markus Huber berichtet über den österreichischen Schmäh, Christopher Young über britischen Humor und Peter Kasza über die Kränkungen der Ungarn. Die literarischen Köche von Eßkultur servieren dazu Fanspeisen aus den Stadien der Welt – denn Versöhnung geht durch den Magen. D.N.

Donnerstag, 8. Juni, 19 Uhr 30, im Lido (Cuvrystraße 7, Ecke Schlesische Straße, Kreuzberg). Anmeldung unter 26009-500 oder per E-Mail an Daniel.Becker@tagesspiegel.de. Restkarten an der Abendkasse (ab 18 Uhr). Eintritt (inkl. Essen) 12 Euro.

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