Berlin : Diabetes-Ärztin muss Honorar zurückzahlen

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Im Honorarstreit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin (KV) hat die bekannte Berliner Diabetes-Ärztin Elke Austenat eine juristische Niederlage erlitten. Das Sozialgericht Berlin wies den Eilantrag der Medizinerin zurück, die von der KV geforderte Honorarrückzahlung über 160 000 Euro auszusetzen. Außerdem wollte die Ärztin erreichen, dass die ungekürzten Honorare weiter gezahlt werden. Auch das lehnte das Gericht ab.

Hintergrund des Streits ist, dass Austenat angestellte Ärzte hat, die mit ihrem Praxisstempel seit 1996 ambulante Leistungen gegenüber der KV abrechnen. Dies will die KV nun plötzlich unterbinden, weil Austenat keine Erlaubnis dafür besitze. Kürzlich hatten sich – wie berichtet – die Schauspielerin Judy Winter, Starfriseur Udo Walz und Ex-DDR-Politbüromitglied Günter Schabowski für Austenat stark gemacht.

Das Gericht folgte nun aber den Argumenten der KV: Ohne die Genehmigung, angestellte Ärzte zu beschäftigen, bestehe für die weitere Zahlung von ungekürzten Honoraren keine Rechtsgrundlage. „Diese Entscheidung gefährdet den Fortbestand der Praxis“, sagt Elke Austenat. Deshalb werde sie den juristischen Kampf fortsetzen. Die Praxis betreut pro Quartal rund 5000 Patienten. I.B.

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