Berlin : Die aktuelle Frage: Wie kann eine Salmonellen-Vergiftungen verhindert werden?

Wo treten Salmonellen auf?

Christoph Römer ist Ernährungsberater bei der Berliner Verbraucherzentrale.

Bei einem Betriebsausflug haben sich am Freitag 151 Mitarbeiter der Landesversicherungsanstalt Durchfall geholt. Es besteht der Verdacht auf Salmonellenvergiftung. Über die Bakterien sprach Holger Wild mit dem Ernährungsberater Christoph Römer.

Wo treten Salmonellen auf?

Salmonellen sind Bakterien, die im Gedärm mancher Tiere und auch des Menschen leben. Krank macht nur die Aufnahme größerer Mengen. Besonders häufig ist Geflügel infiziert, daher droht auch von Eiern Gefahr und von nicht-erhitzten Speisen, für die rohe Eier verarbeitet wurden: Selbstgemachte Mayonnaise, Tiramisu, Eis ... Auch Muscheln können befallen sein. Die Salmonellen befinden sich auf der Oberfläche oder im Inneren der Lebensmittel.

Wie zeigt sich eine Vergiftung?

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber. Der Flüssigkeitsverlust kann einen tödlichen Kreislaufkollaps auslösen. Besonders gefährdet sind Menschen mit schwachem Immunsystem: Kinder, Alte, Kranke.

Welche Vorsichtsmaßnahmen sind ratsam?

Salmonellen vermehren sich stark bei Temperaturen von 20 bis 40 Grad Celsius. Man sollte Speisen nicht lange warm herumstehen lassen, schon gar nicht im Sommer. Eier gehören im Kühlschrank aufbewahrt, auch gekochte. Will man rohes Ei verarbeiten, dann nur ganz frisches. Salmonellen sterben erst bei 70 Grad. Als Richtwert gilt: Kochen bei mindestens 70 Grad für 10 Minuten. Geflügel sollte stets durchgebraten werden. Salmonellen sammeln sich auch in Auftauwasser: Immer weggießen! Wichtig ist auch die Küchenhygiene. Geräte sollten mit heißem Wasser abgespült werden, die Hände mit heißem Wasser und Seife gewaschen werden. Handtücher regelmäßig wechseln!

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