Berlin : Die amerikanische Botschaft stellt ihren Totempfahl auf

Exakt um 16 Uhr war es so weit: Die zwölf Schrauben wurden angezogen, die die Stahlskulptur „Totem“ mit dem Betonfundament im Innenhof der zukünftigen amerikanischen Botschaft verbinden. Botschafter William R. Timken und Ellsworth Kelly, der Schöpfer der Skulptur, stießen mit Champagner auf die geglückte Aufstellung der knapp 13 Meter hohen und 17 Tonnen schweren Stahlskulptur an, nachdem ein Autokran sie über das Botschaftsgebäude hinweg zentimetergenau in den Hof gehoben hatte.

Der 84-jährige Ellsworth Kelly, der 1998 bereits die großen farbigen Wandpaneele im Paul-Löbe-Haus des Bundestags entworfen hat, kam eigens nach Berlin, um bei der Aufstellung des Edelstahl- „Totems“ dabei zu sein. Das Botschaftsgebäude, erklärte Timken, werde „das Schaufenster für einige der schönsten Beispiele amerikanischer Kunst sein“. Er versprach, dass das Haus künftig „offener“ sein werde. Für angemeldete Gruppen soll es Führungen geben. Der weite Hof, den das Botschaftsgebäude an drei Seiten umschließt, ist für Empfänge vorgesehen. Am US-Nationalfeiertag, dem 4. Juli, steht die feierliche Eröffnung des 150 Millionen Dollar teuren Gebäudes an. BS

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